01.02.2017 0 statt 600 Versandfehler in einem Jahr

Ladungsprüfung bei Danfoss

Von: Tanja Stemmermann

Danfoss, weltweit aktiver Anbieter energieeffizienter Lösungen mit Sitz im dänischen Nordborg, hat die Ladungsprüfungslösung Zetes Medea implementiert, um Versandfehler vollständig zu beseitigen und die Kosten zu senken.

Mit automatisierter Bildverarbeitungstechnologie erfasst und kontrolliert Zetes Medea automatisch Palettenetiketten während des Ladeprozesses und verhindert dadurch, dass die Paletten auf das falsche Fahrzeug geladen werden. Die Bilder dienen als visueller Versand- und Zustandsnachweis. In nur einem Jahr wurden die Versandfehler vollständig beseitigt und die Prozesse rationalisiert.

Weil allein das Hauptlager in Roedekro jährlich 1,5 Millionen Auftragspositionen verarbeitet und 80.000 Lieferungen verschickt, hat Danfoss seine Kosten für die Investition bereits komplett amortisiert. Denn vor der Implementierung von Zetes Medea erforderte der Prüfprozess für die Fahrzeugbeladung viel Handarbeit und war entsprechend zeitaufwändig.

Die Abzeichnung der Waren vor dem Laden und dem Weitertransport war mit viel Schreibarbeit verbunden. Durch den hohen Zeitdruck traten häufig von Menschen verursachte Fehler auf. Diese wurden erst erkannt, wenn Danfoss von der Spedition informiert wurde. Jedes Jahr passierten rund 600 Fehler. Diese führten dazu, dass Waren auf Kosten von Danfoss an das Lager zurückgesendet und erneut abgefertigt werden mussten.

Visueller Ladenachweis

Zetes Medea ist eine vollautomatische Lösung, die maschinelle Bildverarbeitung für Datenerfassung und -analyse nutzt und Palettenetiketten in Sekundenschnelle registriert. In das Lagermanagementsystem von Danfoss integriert, erfasst und liest sie sofort die Barcode-Etiketten der Paletten, vergleicht diese mit den Versandinformationen und gibt dem Bediener ein Signal – entweder grünes oder rotes Licht – zur Weiterverarbeitung.

Außerdem nimmt die Ladungsprüfungslösung Bilder von jeder Palette, jedem Rollcontainer oder jeder Kiste auf und speichert diese in einer Bilddatenbank, um unwiderlegbar nachzuweisen, dass der Auftrag korrekt geladen und versandt wurde.

Präzisere Zeitplanung

Verbessert wurde auch die Zeitplanung, da bei vorzeitiger Ladung von Paletten zur Abfertigung, Fehlermeldungen ausgelöst werden. Die neue Lösung erlaubt zudem, dass mehrere Bediener mehrere Lkws gleichzeitig fehlerfrei beladen können. So kann der Mitarbeitereinsatz flexibler erfolgen.

Null Fehler

„Seit der Einführung der Lösung vor zehn Monaten haben wir überhaupt keine Ladefehler mehr verzeichnet. Insgesamt konnten wir die Qualität dieses Jahr enorm verbessern“, freut sich Henrik Rosendahl Laursen, Berater für Lagerwirtschaft und Vertrieb bei Danfoss. „Wir erfassen mehr Irrtümer und Ladefehler als ursprünglich geschätzt, weil wir weitere Bereiche im Prozess außerhalb der Beladerampe identifiziert haben, in denen Fehler auftraten. Nun können wir diese Fehler ebenfalls beseitigen.“

In sechs Monaten wurden alle 14 Laderampen mit der Ladungsprüfungslösung ausgestattet. Bei den ursprünglichen Planungen zu diesem Projekt rechnete Danfoss damit, dass sich die Investition innerhalb von zwei Jahren amortisieren würde. Diese Prognose wurde nun dank der ersten Ergebnisse in der Anfangsphase des Projekts auf zwölf Monate herunterkorrigiert.

Bildquelle: Uffe Weng

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