Eine Ultrium-Kassette der aktuellen Generation 5 des LTO-Lizenznehmers Fujifilm
Obwohl sich das Format LTO Ultrium Generation 6 noch im Stadium der Entwicklung befindet, wollen die drei Hersteller den Lizenznehmern bereits jetzt Einblick in die kommende Magnetband-Spezifikation und die laufenden Diskussionen darüber gewähren. Dieser frühe Einblick soll die Produktentwicklung bei den Lizenznehmern vereinfachen und beschleunigen.
Im Zentrum der Entwicklungsanstrengungen steht dabei nach Angaben des LTO-Konsortiums die Erkenntnis, dass die Archivierung auf Magnetband ein wichtiger Bestandteil der Speicherstrategie von Unternehmen bleiben wird. Daher werden sowohl die Speicherkapazitäten der Magnetbandkassetten als auch die Datentransferraten erhöht. Die Kenndaten von Ultrium 6 sind demnach 3 TB (bzw. 8 TB) und 210 MB/s (bzw. 525 MB/s), jeweils jeweils nativ oder in Klammern bei der Annahme eines Kompressionsfaktors von 2,5:1 und mit einem größeren „Compression Engine History“-Puffer.
Gegenüber Ultrium 5 werden die nativen Kenndaten demnach verdoppelt, wobei dank Fortschritten bei der Komprimierung zweieinhalbmal höhere Maximalwerte angekündigt sind. Features früherer Ultrium-Generationen werden auf Ultrium 6 vererbt, wie z.B. Verschlüsselung, Write Once Read Many (WORM)-Support und Dual Partitioning, das erst vor einem Jahr mit Ultrium 5 zur Unterstützung der Linear Tape File System-Spezifikation auf den Markt kam.
Angekündigt ist auch wieder eine Rückwärtskompatibilität in Form des Schreibens und Lesens von Ultrium5-Kassetten mit Laufwerken der 6. Generation; auch das Lesen von Ultrium4-Kassetten soll mit LTO6-Laufwerken noch möglich sein.
www.ultrium.com
Bildquelle: Fujifilm