22.02.2017 Schlecht konstruierte Scanner schaden Gesundheit und Arbeitsmotivation

Mehr Produktivität in der Logistik

Von: Corinna Voss

Laut aktuellen Studienergebnissen klagen Logistiker und Kuriere, dass der hohe Arbeitsdruck und zugleich schlecht gestaltete mobile Barcodescanner ihre Gesundheit und Produktivität stark einschränken. Darauf weist jetzt Panasonic hin.

Kein Vergleich: Herkömmlicher und ergonomischer Scanner

Unter der Überschrift „Produktivität und Arbeitskräfte leiden aufgrund schlecht konstruierter Barcode-Scanner" hat auch das Marktforschungsunternehmen Opinion Matters eine aktuelle Studie durchgeführt. Die Studie im Auftrag von Panasonic zeigt, dass 60 Prozent der Mitarbeiter von Zustellunternehmen, Warenlagern und in der Logistik ihre mobilen Barcodescanner nur etwas oder sogar überhaupt nicht effektiv finden.

63 Prozent berichten über Handgelenks- oder Armprobleme bzw. Schmerzen, die bei 69 Prozent sogar zu durchschnittlich 2,75 Krankheitstagen im Jahr führten. Verursachte Kosten für den Arbeitgeber: 360 € pro erkranktem Mitarbeiter; diese Angaben basieren auf einer Umfrage von XpertHR bzgl. der Krankheitskosten britischer Angestellter im Jahr 2014. Die Daten stammen von 670 Organisationen mit insgesamt knapp 2 Millionen Angestellten.

Unter Gelenküberlastungen und Verletzungen durch vielfach wiederholte Bewegungsabläufe (Repetitive Strain Injuries, RSI) litten zudem 52 Prozent der Angestellten, von denen 78 Prozent durchschnittlich 3 Krankheitstage im Jahr nehmen mussten, was die Arbeitgeber circa 400 € pro erkranktem Mitarbeiter kostete.

Die größten Hürden

Als größte Hürden für effizienteres Arbeiten gelten laut Panasonic-Studie der langsame und umständliche Scan-Prozess (32 Prozent), die Zeit für das Einscannen der Pakete (31 Prozent), schwer zu scannende Gegenstände (26 Prozent) und die Menge an Paketen, die täglich gescannt werden müssen (22 Prozent).

Verstärkt wird das Problem künftig dadurch, dass die Scan-Anforderungen weiter dramatisch ansteigen werden - da sind sich die Befragten sicher. Im Durchschnitt scannten sie 197 Mal pro Tag – und schätzten für die Zukunft eine Zunahme des Scanbedarfs um jährlich 24 Prozent.

Einbußen durch schlecht konstruierte Geräte

Kurze Akkulaufzeiten (46 Prozent), schlechte Lesbarkeit des Bildschirms (27 Prozent), geringe Unterschriftsensibilität (19 Prozent), Schwierigkeiten beim Scannen (14 Prozent) und fehlgeschlagene Scanvorgänge (14 Prozent) sind die häufigsten Beschwerden in Bezug auf die genutzten Geräte. Auch wurde die fehlgeschlagene elektronische Erkennung von Unterschriften als Produktivitätshemmnis genannt, was laut Befragung nahezu jeden zweiten Tag vorkommt.

Die drei meistgenannten Vorschläge zur Verbesserung des Scannens und der elektronischen Unterschrifterfassung waren: Ein präziser Eingabestift (49 Prozent), ein Gerät mit ergonomisch angewinkeltem Barcodescanner (36 Prozent) und eine bessere Lesbarkeit des Bildschirms im hellen Sonnenlicht (22 Prozent).

Designänderungen steigern Produktivität

Die Angestellten, die mit ihren mobilen Geräten unzufrieden sind, gaben zudem an, dass die Produktivität immens gesteigert werden könnte, wenn ihre Designvorschläge umgesetzt werden würden. So gaben durchschnittlich 13 Prozent der Befragten an, dass Knöpfe für das Auslösen des Scanvorgangs auf beiden Geräteseiten die Anzahl der Scans steigern könnte. Ein schräg angewinkelter Barcodescanner und ein hochpräziser Eingabestift würden laut 12 Prozent der Befragten ebenfalls zur Steigerung der Produktivität beitragen.

Für die Panasonic-Studie wurden 500 britische Angestellte befragt, die häufig mit mobilen Scannern arbeiten. Den kompletten Report finden Sie hier.

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