Neopost neuer Eigentümer der Icon Systemhaus GmbH

Mit Dopix ran an die Versicherungen

Das französische Unternehmen Neopost wird die Icon Systemhaus GmbH zum 1. Juli erwerben. Damit verstärkt der weltweit zweitgrößte Anbieter von Lösungen zur Postbearbeitung seine Marktposition in Deutschland, speziell bei Versicherungen. Icon wird Teil der Sparte „Enterprise Digital Solutions“ bei Neopost, die bereits über die Tochter GMC Software auch hierzulande Lösungen für das „Customer Communications Management“ anbietet.

Neopost bietet als international agierendes Unternehmen mit über 6.000 Mitarbeitern in 31 Ländern und 1,2 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2015 auch digitale Kommunikations- und Transportlösungen an. Hier kommt Icon mit seiner Output-Management-Suite Dopix ins Spiel. Gegründet 1995 in Stuttgart, erwirtschaftete die Icon Systemhaus GmbH mit über 100 Beschäftigten im Jahr 2015 rund 13 Mio. Euro Umsatz. Zu den Kunden zählen hauptsächlich  Versicherungen im deutschsprachigen Raum, darunter 75 Prozent der Top 30 dieser Branche, wie etwa Allianz, Generali, DEVK, Ergo, LVM, R+V und Axa.

Viel verspricht sich Neopost-CEO Denis Thiery auch von der langjährigen Icon-Partnerschaft mit der IBM, die Dopix bereits seit 2014 als Nachfolger des abgekündigten Output-Managementsystems ASF/DCF anbietet. Zukünftig soll Icon als selbstständige Tochtergesellschaft von Neopost mit gleichbleibender Führungsstruktur agieren; auch Dopix werde unter gleichem Namen fortbestehen, heißt es. Es gebe nun „einen wachsenden Spielraum für Investitionen“, sowohl in die Weiterentwicklung der Software als auch in die Stärkung seiner internationalen Marktposition.

„Die Übernahme von Icon bedeutet einen weiteren Schritt in der Erweiterung unseres Enterprise-Digital-Solutions-Portfolios“, sagte Thiery. „Dopix wertet unser Angebot im Customer-Communication-Management auf, steigert unsere Marktreichweite und festigt damit unsere Präsenz in Deutschland.“ Auch die von der Tochter GMC entwickelten Lösungen würden ergänzt.

„Das Netzwerk und die Beziehungen dieser großen, multinationalen Organisation eröffnen uns ganz neue Möglichkeiten“, sagt Uwe Seltmann, Gründer und bisheriger Mehrheitsaktionär des Icon Systemhauses. Darüber hinaus erweitere Neopost das Angebot für große Unternehmen, adressiere weitere Themen aus dem Mainframe-Umfeld und biete die Möglichkeit ASF/DCF und andere Output-Management-Altsysteme abzulösen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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