Die Liste der Cebit-Aussteller liest sich wie das „Who is who“ der IT-Branche: Von A wie Aagon bis Z wie Zyxel. Unter den voraussichtlich rund 4.200 Firmen finden sich treue Cebit-Teilnehmer wie IBM oder Microsoft, aber auch Unternehmen wie Xerox, Canon, Epson, Siemens Enterprise Communications, Software AG, HP oder Motorola, die schon mal Pausen eingelegt haben. Es fehlen nur wenige Schwergewichte: Neben Adobe oder EMC allen voran leider auch Trendsetter Apple.
Wer sich über ERP-Trends informieren möchte, wird in den auf dem Lageplan blau eingefärbten Hallen der Cebit pro fündig – insbesondere in den Hallen 4 und 5. Hier powern mit Microsoft, Sage und SAP drei der fünf Marktführer, während Oracle durch Abwesenheit glänzt und Infor nur durch Partner wie Cobus, MPL oder Xax vertreten ist.
Speziell für die AS/400-Vertreter unter den ERP-Interessenten lohnen sich aber auch Abstecher in die übrige Cebit pro, insbesondere in die Halle 2 mit dem IBM-Stand und den Lotus-Experten (siehe Seite 13). Auch die Halle 6 dürfte interessant sein, jedenfalls für alle, die schon über „Social Business“ nachdenken. In Halle 2 dreht sich bei Vision Solutions (Stand A45) alles um die Verfügbarkeit wichtiger ERP-Systeme und -Daten – auch auf der AS/400. Ein weiterer Schwerpunkt wird die temporäre oder dauerhafte Migration von Workloads sein, z.B. im Rahmen von Virtualisierungsprojekten. Um Disaster Recovery geht es beim Speicherhersteller Falconstor (Halle 2, Stand D46), der darüber hinaus mit seinen virtuellen Bandbibliotheken „Big Data“ auch in AS/400-Umgebungen beherrschbar machen will. Grau Data zeigt im Open-Source-Park (Halle 2, D58) seine Archivierungssoftware für Linux-Umgebungen, jetzt auch mit der Linux-Variante Debian.
Ebenfalls im Open-Source-Park findet man mit Pentaprise einen Hersteller von Linux-basierter ERP-Software, während die Karlsruher Abas Software AG in Halle 5 (C18) gemeinsam mit Partnern zeigen will, wie ein sicherer, plattform- und endgeräteunabhängiger Zugriff auf die Business-Software erfolgt. Mithilfe der Portaltechnologie kann so rollenbasiert der maßgeschneiderte Arbeitsplatz entstehen. Comarch (Halle 5, A16) will mit der E-Enterprise Suite (bisher Semiramis genannt, siehe auch S. 14) ein „Rundumpaket“ für mittelständische Unternehmen bieten – mit Anwendungen für ERP, Business Intelligence, Financials, ECM/DMS und EDI in Form einer voll integrierten Prozessplattform. Prozessbrüche aufgrund fehlender oder unvollständiger Schnittstellen sollen damit ebenso der Vergangenheit angehören. Der Comarch-Partner Vlexgroup will mit seiner webbasierten ERP-Lösung Vlex Plus für Effizienz im Variantenmanagement sorgen. Um über kritische Vorgänge jederzeit auf dem Laufenden zu sein, wird die aktuelle Version Vlex Plus 3.2 um mobile Lösungen ergänzt.
„Mobiles ERP“ bildet auch einen Schwerpunkt bei Oxaion: Nachdem das Ettlinger Softwarehaus bereits letztes Jahr in Hannover seine Lösungen auf dem iPad präsentierte, wird jetzt eine brandneue Android-App zu sehen sein. An Stand C36 in Halle 5 demonstriert Oxaion sowohl auf dem iPad als auch auf dem Android-Tablet konkrete Anwendungsszenarien. Mobil machen will auch Proalpha (Halle 5, E18) – mit BI-Lösungen für Tablets, Smartphones und das Web. Dabei sollen die Messebesucher erfahren, wie sie mithilfe des „Business Cockpits“ überall und jederzeit flexibel auf Dashboards zugreifen können.
Der Fertigungsspezialist Psipenta (Halle 5, E16) bringt die javabasierte Just-in-Sequence-Lösung PSIjis mit der neu entwickelten Reihenfolgeoptimierung für die Automobilindustrie mit. Sie unterstützt eine reihenfolgengenaue und -synchrone Belieferung direkt ans Band und im Vergleich zu anderen JIS-Lösungen das Beladen der sequenzierten Teile in Transportbehältern. Eine Visualisierung der Container und der genauen Beladepositionen unterstützt den Werker und minimiert das Fehlerrisiko. Aufgrund der inte- grierbaren Sequenzoptimierung können sowohl Automobilhersteller als auch -zulieferer ihre komplexen Prozesse bedarfsgerecht abstimmen.
Bildquelle: IBM