06.10.2015 IBM i 7.2 TR3: Verbesserungen für IBM-Partner und -Kunden

Nächste Auffrischung

Von: Berthold Wesseler

IBM-Partner wie Profi, Fritz&Macziol oder Cancom haben sich längst auf die Strategie der vielen kleinen Schritte und weniger Mega-Releases beim früher OS/400 genannten Midrange-Betriebssystem eingestellt: Zum 20. November sollen sowohl das dritte Technology Refresh für IBM i 7.2 als auch IBM i 7.1 TR11 verfügbar werden.

Mit TR3 bzw. TR11 erhält die integrierte Datenbank zusätzliche SQL-Funktionen, um die Entwicklung von Datenbank-Anwendungen zu erleichtern. Der ebenfalls in das Betriebssystem integrierte Webservices-Server (IWS) erweitert die Optionen zur Bereitstellung moderner REST- and SOAP-basierter Services für IBM i.

Das Programmprodukt IBM i Access Client Solutions (5733-XJ1) wurde um das SQL Performance Center erweitert und kann SQL-Skripte ausführen, was Datenbankadministratoren und -entwickler freuen dürfte. Im Open-Source-Angebot für IBM i (5733-OPS) sind jetzt sowohl ein GCC-Compiler als auch populäre Tools aus der Open-Source-Welt enthalten, darunter Git, .zip, .tar, Bash oder Python 2.7.

Zend Server 8.5 mitgeliefert

Der HTTP-Server Powered by Apache (5770-DG1) hat ein Update auf das Releaselevel 2.4.12 erfahren, was unter anderem neue Features wie z.B. Support für Websockets bringt. Der Zend Server für IBM i (5639-ZC1) erfährt ein Update auf die Version Zend Server 8.5 mit der aktuellen PHP-Engine. Das Rational Development Studio (5770-WDS) und Rational Developer for i V9.5 (ab November mit eingebautem 5250-Emulator) unterstützen jetzt Free-Form RPG vollständig – und zwar ohne die bisherigen Restriktionen bei der Zeilengestaltung.

Bei den „Backup, Recovery, and Media Services“ (BRMS) des Betriebssystems wurde – allerdings nur für IBM i 7.2 das „Storage Tiering“ modernisiert und auf IFS sowie IASP erweitert; bisher war die automatische Migration von Dateninhalten auf „Auxilary Storage Pools“ (ASPs) beschränkt. Anders als typischerweise die Funktion „Easy Tier“ nur kleine „Hot Spots“ von Daten auf schnelle SSDs verlagert, arbeitet BRMS auf Datei- bzw. Library-Ebene. Der Administrator kann z.B. auch eine wenig benutzte Datei auf der SSD behalten im Wissen darum, dass sie künftig stark frequentiert wird. Das erhöht die Lebensdauer der SSD. Außerdem werden jetzt auch Magnetbänder im aktuellen Standard LTO7 unterstützt.

Die Middleware Websphere MQ V7.1 und V8.0 erlauben nicht länger eine Konfiguration mit Keys für SSL-Verschlüsselung, die sich als schwach erwiesen haben. Die alte Version Websphere MQ V7.0.1 wurde am 15. September für alle Releases von IBM i außer Dienst gestellt. Auch auf Hardware-Seite gibt es Neuerungen. So unterstützt IBM i nun auch das bisherige Linux-Modell S822 und die Pure-Power-Systeme. IBM i 7.2 beherrscht jetzt auch das automatische Fail-over in Multipath-Tape-Konfigurations im SAN sowie die Duplizierung von Daten auf unterschiedliche physikalische DVD- oder Flash-Medien mit einem Befehl (DUPOPT).

LPAR-Management verbessert

Mit den neuen Versionen PowerVM V2.2.4 und PowerVC V1.3.0 erweitert IBM die Funktionen für das Management virtueller Maschinen bzw. logischen Partitionen (LPARs) mit IBM i, AIX und Linux. Neu sind Features für „Shared Storage Pools“ und der „Virtual Network Interface Controller“ (vNIC), der sowohl Performance als auch VM-Mobilität beim Einsatz von SRIOV-Adaptern verbessert.

Beispielsweise wird die Kontrolle der Bandbreiten beim Zugriff auf das Ethernet via Single-Root-I/O-Virtualisierung verbessert. Die höhere Zuverlässigkeit erlaubt jetzt „Live Partition Mobility“ (LPM) sogar trotz Ausfall eines der virtuellen I/O-Server (VIOS).

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