Studie von Dimension Data: Last-Day-of-Support nach fünf Jahren

Netzwerk-Equipment altert schneller

Die Hälfte des Netzwerk-Equipments ist voraussichtlich in fünf Jahren veraltet: Einer Studie von Dimension Data zufolge bewegen Geräte-Hersteller viele ihrer Produkte strategisch in die End-of-Sale-Phase, um Platz für neuere Technologien zu schaffen. Gleichzeitig sinkt der Prozentsatz der Geräte, die kurz vor einer Vertragsverlängerung stehen oder sich in der End-of-Engineering-Phase befinden.

In den Unternehmen eingesetzte Netzwerk-Produkte jenseits der End-of-Sale-Phase (EoS)

Aufgrund der schnellen technologischen Entwicklungen ist heutzutage der Lebenszyklus von Assets kürzer denn je. Kunden rechnen mit einer siebenjährigen Abschreibung der Anschaffungskosten für ihre Netzwerkgeräte. Die erhobenen Daten zeigen, dass fast die Hälfte der zurzeit eingesetzten Netzwerkgeräte ihr Last-Day-of-Support bereits nach fünf Jahren erreicht.

„In den letzten beiden Jahren konnten wir einen signifikanten Wandel erleben, von einer produktorientierten Entwicklung hin zu einer Architektur-Entwicklung“, beobachtet Raoul Tecala, Business Development Director Network Integration bei Dimension Data. „Somit wird ein besserer Support für makro-technologische Trends wie Virtualisierung, Video und Mobile Services gewährleistet. Ein gutes Beispiel dafür ist Ciscos Produkt-Portfolio Borderless Networks. Außerdem wurden in den letzten Jahren Upgrades bei jeder Routing- und Switching-Produktfamilie vorgenommen.“

Am anderen Ende des Spektrums zeigt der Rückgang der Geräte, die kurz vor einer Vertragsverlängerung stehen oder sich in der End-of-Engineering-Phase befinden, dass IT Manager eine Upgrade-Strategie eingeschlagen haben – vor allem bei den Produkten, deren Lebenszyklus ein Risiko für den operativen Bereich darstellen. Offenbar finden in den Unternehmen Benchmarks gegen die Überalterung der Geräte statt, so Tecala. Diese Geräte werden dann bewusst nicht aktualisiert, weil nach einer Evaluierung feststeht, dass sie nicht unternehmenskritisch sind und das Risiko gering ist, sie im Einsatz zu haben.

Laut Tecala zeigt das deutlich, dass Unternehmen eine höhere Transparenz bezüglich ihrer Netzwerk-Assets pflegen und ein besseres Verständnis dafür entwickeln, wo sie ohne Risiko Assets einsparen können. Aber der Markt bewege sich sehr schnell; deshalb müssten Upgrades in den Budgetplänen berücksichtigt werden, denn Geräte, die trotz des fortgeschrittenen Lebenszyklus noch einsetzbar sind, können in der Regel keine strategischen Technologien wie Mobile Services und Videokommunikationstechnologien unterstützen.

Seine Warnung: Wenn Unternehmen nicht zeitnah beginnen ihre Netze aufzurüsten, werden sie von den Megatrends der Technologiewelt wie etwa Mobility - oder Bring Your Own Device (BYOD) - , Videokommunikationstechnologien und Virtualisierung eingeholt. „Oft wird ein verhältnismäßig überproportionaler Fokus auf Endgeräte wie Notebooks, Tablets, Smartphones oder virtuelle Rechner gelegt“, so Tecala. „Jedoch können Unternehmen das Switching- und Routing-Equipment - das Herzstück ihres Netzwerkes sozusagen - nicht außer Acht lassen.“ Er prognostiziert beispielsweise ein „aggressives“ Upgrading der Wireless Access Points an der Netzwerk-Peripherie – auf den Wifi-Standard 802.11n, der im nächsten Jahr eine Marktdurchdringung von mehr als 50 Prozent erreichen soll. „Unsere Daten zeigen, dass ein Drittel aller 2011 erfassten Access Points 802.11n-fähig sind. Dies bedeutet eine dreimal höhere Marktdurchdringung des 802.11n als in 2010; damals lag die Marktdurchdringung bei 12 Prozent", erklärt Raoul Tecala. Er weist darauf hin, dass 802.11n viel schneller als frühere Versionen ist und somit eine bessere Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Performance von Daten, Audio, Video und anderen mobilen Services verspricht.

www.dimensiondata.com/de

Opens external link in new windowDer Network Barometer Report 2012

Bildquelle: Dimension Data

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok