Der Startscreen des neuen Konfigurationstools Kommbox.
Mithilfe der neuen Rangee-Firmware sollten künftig die Benutzer selbst in der Lage sein, einen Thin Client ohne die Unterstützung durch die IT-Abteilung - falls überhaupt eine vorhanden ist - vorzunehmen. Die neue grafische Benutzeroberfläche sticht den Benutzern als erstes ins Auge. Sie vereinfacht das gesamte Management der Geräte. Zudem werden alle Standardkomponenten wie Bildschirm, Maus, Tastatur und Netzwerk automatisch erkannt und konfiguriert. Mit den Verbindungseinstellungen müssen sich die Nutzer zudem nicht lange herumschlagen. Adresse eingeben oder Auswahl treffen - den Rest erledigt die neue Firmware.
Auslöser dafür ist der Erfolg des Konzeptes „Bring you own Device“ (BYOD), das für Unternehmen einschneidende Veränderungen mit sich bringt. „Wir beobachten, dass die Verwaltung, besonders in kleinen Unternehmen, häufiger als früher durch Nicht-IT-Mitarbeiter erledigt wird. Dies beansprucht unsere Hotlines stärker als geplant“, so Mertz. Damit diese Support-Leistung weiterhin kostenlos angeboten werden könne, musste nach Optimierungsmöglichkeiten gesucht werden.
Eine Auswertung der häufigsten Supportanfragen der vergangenen zwei Jahre und die Erfahrung der Rangee-Mitarbeiter aus dem Projektgeschäft flossen in das Pflichtenheft für das neue Konfigurationstool Kommbox ein. Im Nachgang wurden die Verbesserungen im Rahmen einer 20-köpfigen Anwendergruppe mit unterschiedlichen Kenntnisständen auf deren Nutzen hin überprüft.
Zudem wurde das Administrationsverhalten der Kunden analysiert. Unternehmen mit bis zu 20 Arbeitsplätzen setzen in den seltensten Fällen eine Management-Appliance ein. Gerade hier bieten Thin Clients mit der Möglichkeit, die Konfiguration aller Geräte webbasiert über einen Browser zu bearbeiten, eine sehr einfache Schnittstelle. Durch Export und Import der Konfigurationen, die sich meist nicht unterscheiden, dauert die Arbeit oft nur wenige Minuten pro Gerät.
In einem experimentellen Verfahren hat Rangee die einfachere Inbetriebnahme mit der neuen Firmware nachgewiesen. Die 20-köpfige Gruppe setzte sich aus weiblichen und männlichen Probanden aller Altersklassen zusammen; darunter fanden sich Administratoren ebenso wie reine Anwender. Das Prinzip einer Terminalserverumgebung war bekannt, die Eckdaten für die Konfiguration wurden vorgegeben. Mit der bisher aktuellen Firmware waren acht der 20 Tester in der Lage, die Geräte in einer Zeit unter zehn Minuten zu konfigurieren, wobei das Setup für Nacharbeiten mehrfach geöffnet und das Gerät mehrfach neu gestartet wurde. Die durchschnittliche Dauer für die Konfiguration lag bei ca. acht Minuten. Mit der neuen Firmware waren 15 Probanden in der Lage, die Konfiguration in unter zwei Minuten abzuschließen. Schließlich musste hier außer der Serveradresse nichts mehr konfiguriert werden.
Bildquelle: Rangee GmbH