„Join us on April 11, 2012 when IBM launches a new breed of systems with integrated expertise“, heißt es auf einer offiziellen Webseite der IBM bei der Einladung zu einem Webcast. „These new systems leverage built-in expertise, integration by design, and a simplified overall experience to fundamentally change the economics of IT. Not only will it revolutionize operations, your entire enterprise will benefit from immediate access to the collective knowledge of thousands of deployments and millions of lessons learned.“
Am gleichen Tag wird die neue Servergeneration und die damit verbundene Strategie in München auch der Presse vorgestellt. Das übernehmen Marcus Alexander Mac Dougall, Sales Leader Next Generation Platform bei IBM Deutschland, und Friedrich Prezenski, Director Database Sales bei IBM Software Group Europa. Darüber hinaus soll Wolfgang Maier, Manager Hardware Development den Beitrag des IBM Forschungs- und Entwicklungszentrums Böblingen zu Design und Weiterentwicklung der neuen Systeme aufzeigen.
Die neuen Systeme wurden von Hardware- und Software-Ingenieuren des Herstellers gemeinsam entwickelt und sollen Kunden die Möglichkeit eröffnen, über eine integrierte Management-Software Prozessoren, Speicher, Switches und Middleware in einem einzigen System zu integrieren. Rod Adkins, Hardware-Chef des IBM-Konzerns, sprach von einer Ankündigung von ähnlicher Bedeutung wie die der zEnterprise-Mainframes vor zwei Jahren, „aber anders“.
Die neuen Server kommen vorkonfiguriert mit entsprechender Software für klar definierte Anwendungszwecke. Ausgetestet in den IBM-Labors, verspricht der Hersteller damit „superior business results around agility, efficiency, simplicity, and control, on the very first day.“ Ein vorkonfiguiertes Anwendungssystem mit aller erforderlichen System- und Middleware-Software von IBM – das klingt schwer nach AS/400 Reloaded. Die Produktidee ist gleich, nur die technischen Möglichkeiten sind 24 Jahre später deutlich größer.
Die neuen NGP-Systeme (der eigentliche Produktname wird noch als strenges Geheimnis wie ein Augapfel gehütet) sollen Aufgaben von Infrastruktur- bis Anwendungsmanagement erkennen und automatisieren, für die heute noch IT-Experten nötig sind – und diesen Experten somit zeitraubende Wartungsarbeiten ersparen. Die Systeme sind laut IBM innerhalb von Stunden einsatzbereit und sollen somit die Projektlaufzeiten bei der Einführung neuer Anwendungen um Monate verkürzen.