Kommentar

Neue Wege in der Webentwicklung mit Valence

Valence - Hinter diesem Namen verbirgt sich ein plattformneutrales Framework zur Entwicklung mobiler Anwendungen und Apps.

 Kaum ein „AS/400“-Entwicklungsteam, das sich noch nicht die Frage gestellt hat, wie es gelingen könnte, mit einfachen Werkzeugen moderne Webanwendungen und Apps auf Basis vorhandener Bestandsanwendungen zu implementieren.

Der Druck der Anwender und Manager stieg in den letzten zwei Jahren erneut massiv an – auch durch die zunehmende Verbreitung von leistungsfähigen End­geräten der Tablet-Klasse. Und trotz immer noch vorhandenen „Funklöcher“ in vielen deutschen Regionen ist der mobile Zugriff auf Unternehmensdaten heute in vielen Branchen zwingend notwendig, um sich im Markt zu behaupten.

Vieles wurde versucht, vom Screenscraper zur „platten“ Umsetzung des Greenscreens in einen Browser (oje, wie sah das übel aus!) bis hin zur Neuentwicklung auf Basis von Java oder .Net (herrjemine, wie war das komplex und kompliziert!). Doch keiner dieser Ansätze überzeugte wirklich – entweder zu kompliziert, zu teuer oder zu langsam in der Umsetzung!

Deshalb hatten wir uns auf die Suche gemacht nach einer Lösung, die allen Anforderungen an DDS-freie Software-Entwicklung endlich gerecht wird. Fündig wurden wir bei CNX aus Chicago. Hier arbeiten 15 Entwickler mit Know-how in traditionellen und neuen Technologien. Das Ergebnis der letzten sieben Jahre Arbeit kann sich sehen lassen und heißt Valence. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein plattformneutrales Framework zur Entwicklung mobiler Anwendungen und Apps.

Valence von CNX aus Chicago

Valence basiert auf den Technologien Ext JS und Sencha Architect, die alle Features bieten, mit denen RPG-Programmierer Daten schnellstmöglich vom und zum Browser übermitteln können. Valence vereint die Leistung und Skalierbarkeit von IBM i mit nutzerfreundlichen Web-Oberflächen.

Bereits heute entwickeln in USA, England und Australien namhafte Unternehmen wie z.B. Frontier Horizon (ein Internet- und Mobilfunk-Provider), Dancerace (ein Finanzdienstleister) oder CP (ein internationaler Logistiker) ihre neuen Anwendungen auf Basis von Valence.

Für Kunden in Deutschland aber gab es bisher keine lokale Unterstützung. Doch das ist nun vorbei: PKS hat Valence in das Angebot aufgenommen. Auf dem RPG & DB2 Summit in Chicago wurde eine Kooperationsvereinbarung gezeichnet. Der Einstiegspreis liegt bei 10.000 Euro. Im Gegenzug hat sich CNX dazu entschlossen, Excite von PKS für den amerikanischen Markt mit anzubieten.

In Deutschland berät und begleitet ein spezialisiertes Consulting- und Entwicklerteam die Kunden nun in deutscher Sprache und mit dem gewohnten Qualitätsanspruch bei Design, Implementierung und Inbetriebnahme von neuen Anwendungen. Der Clou ist, dass vorhandene RPG-Datenbanken und -Business-Logikelemente einfach wiederverwendet werden können. Dadurch wird die Bereitstellung von Apps und mobilen Anwendungen massiv beschleunigt – die Entwicklungszeit verringert sich von Monaten auf wenige Tage oder Wochen. Die bewährte RPG-Logik wird mit Valence performant und nativ ins Web gebracht.

Grundlage dafür ist neben der Technologieplattform selbst auch der Bedienkomfort bzw. die Usability der Werkzeuge für die Entwickler: bereits im ersten Workshop entwickeln sie ihre erste App. Vorhandene Kernsysteme müssen nicht mehr „verschlimmbessert“ werden, sondern lassen sich effizient und nachhaltig in einen Web-Kontext transformieren. Und: Im nächsten Release „kann“ Valence auch Cobol und wird so für weitere Kunden zur Option.

*Heidi Schmidt ist geschäftsführende Gesellschafterin der PKS Software GmbH

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