Nach dem rückabgewickelten „elektronischen Entgeltnachweis“ Elena und dem Hickhack um die elektronische Signatur im Steuervereinfachungsgesetz scheint die Regierung bei den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (Elstam) den nächsten Flop zu produzieren. Denn: Arbeitgebern steht – anders als versprochen – seit dem 1. Januar der Elstam-Datenabruf nicht zur Verfügung. Eigentlich sollte Elstam Anfang 2011 in Betrieb gehen, wurde aber bisher zweimal wieder aufgeschoben – angeblich wegen technischer Probleme. Nun soll die antiquierte Lohnsteuerkarte erst Anfang 2013 einem elektronischen Verfahren weichen, wie es z.B. in Österreich schon seit 1994 Praxis ist. Falls alles klappt und der Amtsschimmel nicht zum dritten Mal wiehert.
2010 wurden letztmals Lohnsteuerkarten ausgegeben. Weil Elstam 2011 nicht kam, wurde zunächst dieses Jahr zum Übergangszeitraum erklärt, der nach der erneuten Verschiebung einfach bis Ende 2012 verlängert wurde. Man darf gespannt sein, wie lange wir noch mit solchen Provisorien leben müssen. „Die Mehrarbeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgrund der Verzögerung ist nicht nur ärgerlich, sondern zeigt wieder einmal unzureichende Planung bei der Einführung neuer Verfahren“, kommentiert dieses Fiasko der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.
(NVL).
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