Comarch nimmt fünftes Rechenzentrum in Betrieb

Neues Cloud-RZ in Dresden

Ab sofort bietet Comarch auch aus dem neu gebauten Rechenzentrum in Dresden seine Cloud-Produkte ebenso wie IT-Services mit hohen Ansprüchen an Verfügbarkeit, Sicherheit, Performance und Skalierbarkeit an. Offiziell eröffnet wird das RZ Ende April.

Platz für etwa 800 Serversysteme auf zwei Etagen bietet Comarchs RZ-Neubau in Dresden

Auf zwei Stockwerken und ca. 320 qm Nutzfläche verteilt, bietet das „Data Center“ Platz für ca. 60 Serverschränke und kann damit etwa 800 Serversysteme fassen. Es entspricht dem Tier-3-Standard und ist eines der sichersten Rechenzentren in Mitteldeutschland. Es ist bereits das zweite RZ des polnischen IT-Konzerns in Deutschland (nach Frankfurt am Main) und das fünfte insgesamt. Ein sechstes Rechenzentrum in Frankreich befindet sich gerade im Bau.

Aus den beiden deutschen Rechenzentren bietet Comarch seine eigenen Software-Lösungen für den Mittelstand für ERP-, Fibu-, Dokumentenmanagement- und EDI-Anwendungen im „Virtual Private Cloud“-Modell an. Außerdem gibt es ab sofort Public Cloud-Services für kleine Unternehmen; eine Finanzbuchhaltung allein, die Comarch Financials Cloud, können Unternehmen für unter 40 Euro pro Benutzer und Monat nutzen.

„Mit der geografischen Distanz zwischen Frankfurt am Main und Dresden schließen wir eine strategische Lücke und können nun noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen“, erläutert Michael Lehmann, Consulting Director IT Services bei Comarch. „Wir betreiben nicht nur unsere eigene Software in den Rechenzentren, sondern wir bieten auch Unternehmen, die keine Comarch-Softwareprodukte im Einsatz haben, unsere Dienstleistungen an.“

Um hohe Sicherheits- und Verfügbarkeitsstandards zu gewährleisten, wurden zwei Trafostationen und Verteilereinheiten für einen ausfallsicheren Betrieb installiert. Sollte das öffentliche Stromnetz ausfallen, überbrücken Batterien („Unterbrechungsfreie Stromversorgungen“, USVs) 15 Minuten. Zusätzlich wurde ein neun Tonnen schweres Dieselaggregat auf dem Dach des Neubaus installiert, so dass die Server auch längere Stromausfälle unbeschadet überstehen.

Die Rechenzentren werden, trotz hoher Wärmeabgabe der Server, auf einer gleichmäßig niedrigen Temperatur gehalten. Dazu dienen zwei Kaltwassersätze mit einer Kühlleistung von je 550 kW, die vier Kaltwasserspeicher mit insgesamt 24.000 Liter Wasservolumen kühlen. Beim unwahrscheinlichen Fall einer Rauchentwicklung innerhalb eines RZ entdecken und lokalisieren Rauchmelder die Gefahrenstellen und fluten den Raum mit einem ungiftigen Löschgas, das eine mögliche Brandentwicklung verhindert.

Die Comarch Software und Beratung AG (früher SoftM) betreut heute mit rund 300 Mitarbeitern über 3.000 Kunden an 14 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen ist seit Ende 2008 Teil der polnischen Comarch Group, einem weltweit tätigen IT-Konzern mit Hauptsitz in Krakau und ca. 3.500 Mitarbeitern in 19 Ländern. Der RZ-Neubau in Dresden wurde zum Teil aus eigenen Geldern, aber auch durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

www.comarch.de

Bildquelle: Comarch Software und Beratung AG

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