„Continous Delivery“

Power i auf der Rational-Konferenz Innovate 2012

Mit Neuigkeiten rund um Cloud Computing und der Entwicklung mobiler Anwendungen überraschte die Marke Rational der IBM auf der Konferenz Innovate 2012 in Potsdam. Power-i-Anwender diskutierten die Neuerungen kontrovers.

Die Innovate deckte das ganze Spektrum der Rational-Produkte und -Themen ab – von der klassischen Software-Entwicklung bis zur Unterstützung von Ingenieurleistungen, von der Planung bis zur Auslieferung der Software. Im Mittelpunkt standen das Zusammenwachsen der klassischen Anwendungsentwicklung mit dem Cloud Computing sowie die Entwicklung mobiler Anwendungen.

Mit dem auf der Innovate angekündigten Produkt Smart Cloud Continous Delivery bietet IBM erstmals die Symbiose einer Anwendungsentwicklungsumgebung mit dem automatisierten Deployment in einer Cloud-Umgebung an. Der Name „Continous Delivery“ ist Programm. Der ganze Softwarebereitstellungsprozess wird nun aus einem einheitlichen Werkzeugsatz unterstützt. Dank der Steigerung des Integrations-. und Automatisierungsgrades ist es nun möglich, Softwarekomponenten auf Knopfdruck direkt aus dem Entwicklungswerkzeug in Testumgebungen und nach deren Freigabe weiter in Produktionsumgebungen auszuliefern.

Das Produkt „Continous Delivery“ ermöglicht dabei nicht nur durch Workflows und Skripting den Betrieb in Staging- und Produktionsumgebungen, sondern auch die Generierung entsprechender Konfigurationen der System- und Netzwerksteuerungsumgebungen. Damit soll das Konzept Dev Ops verwirklicht werden, mit dem seit einiger Zeit der bruchlose Übergang zwischen Entwicklung (Development), Integration, Test und Betrieb (Operations) propagiert wird.

Wie der Name schon sagt, ist das IBM-Angebot für die Smart Cloud optimiert; Continous Delivery soll schrittweise aber auch in anderen Cloud-Umgebungen nutzbar werden. Für IBM i ist Continous Delivery schon mit den heutigen Skriptingmöglichkeiten machbar; allerdings fehlen noch die Standards für eine effiziente Umsetzung, so dass eine manuelle Entwicklung der Automatisierungsskripte noch unvermeidlich ist.

Continous Delivery

Die Verantwortlichen von Rational geloben allerdings Abhilfe, im ersten Schritt über die Standardisierung in der Open-Stack-Initiative. Wann genau Continous Delivery für die Plattform IBM i zur Verfügung stehen wird, hängt (wie immer bei IBM) vom Interesse der Anwender ab. Entsprechend kontrovers wurde am Rande der Konferenz das Thema Cloud Computing unter den anwesenden Power-i-Anwendern diskutiert. Technisch gesehen sind Cloud-Techniken für sie wahrlich nichts Neues, denn schon seit den Anfängen Ende der 80er-Jahre läuft die 128-Bit-Architektur auf virtualisierten Maschinen. Mit Partitions und Memory-Pools ist die Plattform IBM i sogar Vorreiter der Virtualisierung im Vergleich zu AIX, Linux oder Windows. Dennoch ist Cloud für viele IBM-i-Anwender noch kein Thema. Das liegt nur noch selten an dem Bedürfnis, die Hardware in den „eigenen vier Wänden“ zu haben; vielmehr ist die Sicherheit ausschlaggebend.

Viele arbeiten mit Systemhäusern zusammen, die Entwicklung und Wartung übernehmen und eventuell auch die Hardware betreiben – teilweise sogar offsite. Doch dafür, ihre Power-i-Umgebung aus der Cloud zu beziehen, können sich nur wenige eher größere Anwender erwärmen. Zu groß ist die Angst vor Datenverlust. Allein beim Testen hat sich die Cloud einen Stellenwert erarbeitet. Mit fortschreitender Standardisierung und Betriebserfahrung werden die Sicherheitsbedenken an Bedeutung verlieren und Kostenargumente überwiegen.

Mobile Anwendungsentwicklung


Ebenfalls Neuland für die meisten IBM-i-Anwender ist die Entwicklung mobiler Anwendungen. Im Zeitalter von Tablet-Computern und Smartphones ist der Einsatz mobiler Geräte fast unvermeidlich und die Nutzung für Unternehmenszwecke naheliegend. Die Vielzahl der mobilen Endgeräte ist aber gerade für mittelständische Unternehmen kaum zu bewältigen.Mit Worklight bietet IBM eine plattformübergreifende Entwicklungsumgebung für mobile Anwendungen. Diese ermöglicht die Verwendung eines Sets von HTML5- und Javascript-Codes für verschiedene Endgeräteplattformen wie Apple, Android, Blackberry, Symbian oder Windows 8.

Neben der in diesen RTC-Client integrierten Anwendungsentwicklung unterstützt Worklight auch die Verwaltung von Anwendungen auf mobilen Endgeräten sowie das Management der mobilen Geräte selbst, inklusive des Sperrens und Löschens aus der Ferne. Bei Bedarfs können sogar eigene App-Stores für Mitarbeiter, Partner und Kunden betrieben werden.

Eine gerätespezifische Laufzeitumgebung auf den mobilen Geräten ermöglicht Worklight-Anwendungen den Zugriff auf lokale Geräteressourcen und sichert auch die Connectivity zu Backend-Systemen. Der mobile Zugriff auf IBM-i-Anwendungen einschließlich Eigenentwicklungen erfolgt über Webservices oder über die Schnittstelle Open Access for RPG.

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