Die weltweit tätige Unternehmensgruppe Preh, die Klima- und Fahrerbediensysteme, Sensoren, Steuergeräte und Montageanlagen an Automobilhersteller liefert, erwirtschaftete 2011 mit rund 2.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 412 Mio. Euro. Wie bereits Behr, Dürr und Modine hat auch Preh sich jetzt für das E-Procurement von Pool4Tool entschieden.
„Der modulare Aufbau der Lösung ermöglicht es uns, schrittweise in das Thema einzusteigen und andere Prozesse zu einem späteren Zeitpunkt zu integrieren“, sagt Dieter Kunckel, Bereichsleiter Strategischer Einkauf bei Preh. Eingekauft werde von Rohstoffmaterialien über Elektronikkomponenten, Kunststoffspritzteilen sowie Spritzwerkzeug bis hin zu Maschinen und kompletten Anlagen. Allein für Fertigungsmaterial wurden im Jahr 2011 rund 220 Mio. Euro ausgegeben.
Der strategische Einkauf bei Preh ist grundsätzlich zentral organisiert, um diese Komplexität zu beherrschen und für Transparenz zu sorgen. Gleichzeitig ist an jedem der fünf Produktionsstandorte aber auch eine eigene Einkaufsabteilung vertreten, um regionale Märkte optimal zu nutzen und die Produktion vor Ort bestmöglich zu unterstützen. „Dieser gewachsene Dezentralismus ist insbesondere bei der Erstqualifizierung von Lieferanten hinderlich und verlangt heutzutage eine webbasierte Lösung“, weiß Kunckel.
Die Daten neuer Lieferanten mussten an den jeweiligen Standorten mittels Papier- oder Excel-Fragebögen erhoben und danach manuell in die örtlichen Systeme eingepflegt werden. Dieser Prozess war zeitaufwendig, verzögerte den Qualifizierungsablauf und war für alle Beteiligten nicht transparent. Um in dieser Ausgangslage Synergien besser nutzen zu können und eine höhere Datentransparenz und -qualität zu erzielen, wurde 2011 eine passende E-Lösung gesucht.
Im ersten Schritt implementiert Preh nun die Module Supplier-Relationship- und Vertragsmanagement. Dadurch wird künftig ein strukturierter und durchgängig systemgesteuerter Prozess bei der Anbindung neuer Lieferanten umgesetzt sowie eine hohe Datenqualität und -transparenz erreicht. Lieferanten melden sich einfach online über das Portal an und stellen ihre Informationen sowie ihr Leistungsspektrum allen Standorten zur Verfügung.
Der Aufwand der Datenpflege fällt für den Einkauf somit weg – und Lieferanten können ihr Leistungsspektrum schneller und umfangreicher kommunizieren. Durch das Vertragsmanagementmodul sind darüber hinaus alle Verträge immer in der aktuellsten Version allerorts verfügbar.
Bildquelle: Preh