Schutz der SAP-Systeme

Prickelndes Backup

Um sich vor Ausfällen ihrer SAP-Systeme zu schützen, spiegelt die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH, Freyburg, das Produktivsystem mit Hilfe von Quick-EDD auf eine zweite Maschine in einer anderen Brandschutzzone.

Prickelnder Backup

Wie, das schilderten Geschäftsführer Ulrich Wiegel und IT-Manager Helmut Feuerpeil Mitte Juni auf der Common/­DSAG-Arbeitskreistagung „SAP auf Power mit IBM i“. Über eine tägliche Kontrolle der übertragenen Journaleinträge werden etwaige „Schiefstände“ der Systeme ermittelt. Weil die Switch-Prozeduren derzeit noch teilautomatisch ausgeführt werden, liegt die Umschaltzeit (technisch) nach einem Maschinenausfall bei etwa zwei Stunden.

Als Produktivsystem kommt seit dem vergangenen Frühjahr für 200 Nutzer SAP ERP 6.0 EHP4 zum Einsatz, nachdem Anfang Mai 2007 – damals noch mit mySAP ERP 2004 – die bis dato genutzte ERP-Software JD Edwards World abgelöst worden war. Hardware-Plattform ist ein IBM-Server Power 550 mit vier 5,0 GHZ schnellen Prozessoren, 64 GB Hauptspeicher und 5,7 TB Plattenplatz unter IBM i V6R1. Als Backup dient ein Power6-Modell 520, auf dem neben der gespiegelten Instanz des Produktivsystems und dem SAP-Entwicklungs- und -Testsystem auch das historische ERP-System World vorgehalten wird.

Die 520 kommt mit zwei 4,2 GHZ Power6-Prozessoren, 32 GB Hauptspeicher und 6,0 TB Plattenplatz aus. Sie ist in zwei logische Partitionen (LPARs) unterteilt, da JD Edwards noch unter dem Betriebssystem V5R4 läuft. Einige Kennzahlen sind auch interessant: Die durchschnittliche Antwortzeit im Dialog liegt unter 400 Millisekunden – und das SAP-Team besteht aus jeweils zwei Personen für die Basis- und für die Applika­tionsbetreuung.

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