Ivo Körner, Vice President Software bei IBM Deutschland
Pure Data gibt es in den drei Konfiguration small, medium und large mit bis zu mit 384 Cores und 74,4 TB Speicherplatz
Pure Data folgt der guten alten AS/400-Idee, komplette IT-Systeme für spezifische Anforderungen zu entwickeln – inklusive Hardware-, Software- und Netzwerkkomponenten. Die drei Modelle sind für die Datenverwaltung und Datenanalyse – auch größter Datenmengen („Big Data“) – maßgeschneidert. Jedes dieser drei Maschinen gibt es in drei Ausbaustufen klein, mittel und groß, zum Beispiel das OLTP-Modell mit 96 Prozessorkernen und 18,6 Terabyte Plattenspeicher, 192 Cores und 37,2 TB sowie mit 384 Cores und 74,4 TB. Zwei der drei neuen Modelle sind aber nur dem Namen nach Pure Systems; sie basieren nicht auf dem neuen konvergenten Chassis, sondern kommen als klassisches Blade Center oder Power Systems-Rack daher.
Laut IBM lässt sich Pure Data innerhalb von 24 Stunden in Betrieb nehmen und kann über 100 Datenbanken betreiben. Die Inbetriebnahme soll 66 Prozent schneller sein als bisher, die Kosten sollen – auch dank des eingebauten Infrastrukturmanagement –sogar um 72 Prozent niedriger liegen. Mehr als 60 Softwarehersteller haben bereits ihren Support für Pure Data signalisiert.
Allerdings ist das Innenleben der drei Maschinen trotz des gemeinsamen Namens höchst unterschiedlich, so dass diese Hersteller sich sehr anstrengen müssten, wollten sie Pure Data komplett unterstützen. Das Transaktionsmodell arbeitet mit Intels Xeon-Prozessoren unter dem Betriebssystem Red Hat Linux 6, Pure Data Analytics mit IBM/Netezza-Technologie zur Filterung von Daten und Anfragen sowie Xeon-Prozessoren unter Red Hat Linux Advanced Server 5 und Pure Data Operational Analytics schließlich mit den IBM-Technologien Power7 und AIX 7.1
Jeden Tag werden laut IBM schätzungsweise mehr als 2,5 Exabyte neue Daten generiert, also 2,5 Trillionen (10 hoch 18) Bytes oder 2,5 Mio. Gigabyte; 90 Prozent aller heute weltweit verarbeiteten Daten sind demnach in den vergangenen beiden Jahren erzeugt worden. Bei IBM geht man davon aus, dass das weltweite Datenvolumen bis 2020 auf bis zu 25 Zettabyte (1.024 Exabyte) ansteigen wird. Angesichts dieses Volumens, der Vielfalt an Daten und der immer höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten steigen auch die Anforderungen an Datenhaltungssysteme bezüglich Leistung, Effizienz und einfacher Struktur.
„Wir befinden uns heute am Anfang eines ganz neuen Computerzeitalters“, erklärte Ivo Körner, Vice President Software bei IBM Deutschland, heute bei der Ankündigung von Pure Data in München. „IT-Systeme müssen in Zukunft noch größere Datenmengen als heute in Echtzeit verarbeiten - im Zuge dessen werden sich Geschäftsprozesse fundamental verändern.“
Mit Pure Data lassen sich laut Körner auch größte Datenmengen im Petabytebereich innerhalb weniger Minuten auswerten und Hunderte von Datenbankservern zu einem Gesamtsystem konsolidieren. Für die Administration von Pure Data steht eine einheitliche Management-Konsole zur Verfügung, mit der sich Ressourcen und Workloads verwalten lassen.
Pure Data for Transactions (Online Transaction Processing, OLTP) ist für Händler oder Banken an, denen es – etwa bei derVerarbeitung von Kreditkartendaten – vor allem auf die schnelle Verarbeitung von Transaktionen und Dateneingaben ankommt. Obwohl diese Transaktionen jede für sich genommen keine besonders hohen Anforderungen stellen, erfordern ihre täglich zu verarbeitende Gesamtzahl und die notwendigen Geschwindigkeiten eine schnelle und effiziente IT-Umgebung.
Das Pure Data System for Analytics soll selbst riesige Datenmengen schnell analysieren und auswerten können, vor allem durch eine wirkungsvolle Vereinfachung und Optimierung von Data-Warehousing-Services und Analyseanwendungen auf Grundlage der Netezza-Technologie. Das Pure Data System for Operational Analytics (bisher IBM Smart Analytics System) soll darüber hinaus Echtzeitanalysen ermöglichen, um beispielsweise Betrugsversuche schon bei der Verarbeitung von Kreditkartendaten zu erkennen.
Pressemitteilung zur Ankündigung von Pure Data
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Bildquelle: IBM