Die auf Straßentransporte spezialisierte Geodis BM betreibt ihre wichtigsten Anwendungen für Lager- und Transportmanagement sowie EDI auf zwei IBM-Servern der Baureihe Power System 770.
Geodis BM ist eine auf Straßentransporte spezialisierte Tochter der Fracht-sparte der französischen Bahn SNCF mit knapp 5.000 Mitarbeitern an 63 Standorten in Frankreich und 22 weiteren in Europa. Alle IT-Systeme werden im zentral in Méry (Savoyen) betrieben; im dortigen Rechenzentrum sorgen 115 IT-Spezialisten für RZ-Betrieb, Support und Anwendungsentwicklung. Einige der wichtigsten Anwendungen, wie z.B. das Data Warehouse, die Lagersteue-rung und die Transportmanagementsysteme mit den EDI-Services, laufen auf zwei IBM-Servern der Baureihe Power System 770 (mit jeweils 24 Partitionen), betreut von einem acht Personen starken dedizierten iSeries-Team.
Der Geschäftsbetrieb ist gerade von den Anwendungen auf der Plattform IBM I extrem abhängig. „In unserem absolut zeitkritischen Geschäft, beispielsweise der Belieferung von Autofabriken, kommen wir ohne eine zuverlässige IT nicht mehr aus“, erklärt Delio Amato, Production Systems Manager bei Geodis BM. Man brauche gerade bei den Power Systems einen unterbrechungsfreien 24/7/365-Betrieb rund um die Uhr; Fehler, Störungen oder gar Ausfälle könne man sich praktisch nicht leisten. „Alles, was die Performance oder Verfügbarkeit der IT stört, hat kann unmittelbar das Geschäft beeinträchtigen!“
Bisher hatte man die Anwendungen auf dem System i mit einer Kombination aus selbstentwickelten Programmen und speziellen Tools gemanagt. Das reichte jetzt nicht mehr aus, da dass iSeries-Team weder einen Realtime-Überblick über die Plattenspeichernutzung noch brauchbare historische Daten zur Verfügung hatte. Außerdem musste es bei neuen Problemen immer wieder selbst neue Programme schreiben, um Lösungen zu schaffen. All das führte letztlich zu der Entscheidung, die Software von CCSS einzuführen.
Heute nutzt das Geodis-Team den QSystem Monitor (QSM) zur Beseitigung akuter Performance-Probleme und zur Analyse der historischen Performance-Daten. Amato berichtet von einem Job, der jüngst in einer Endlosschleife hing, um den Vorteil von QSM im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise deutlich zu machen. „Der loopende Job belegte jedes Megabyte RAM eines Servers“, so Amato. „Mit QSM hatten wir innerhalb von fünf Minuten den störenden Job unter 3.000 anderen identifiziert. Dazu konfigurierten wir einen temporären Speichermonitor für jedes der mehr als 100 Subsysteme auf diesem Server. Ohne QSM hätten wir nur die Alternative eines IPL mitten am Morgen gehabt – mit erheblichen Störungen im Geschäftsbetrieb!“
Das QSM-Berichtswesen hat dem iSeries-Team auch schon geholfen, dem IT-Management besseren Informationen für die Kapazitätsplanung liefern, ebenso für die Leistungsverrechnung der IT-Services, die Mery für andere Geodis-Tochtergesellschaften hostet. Eine monatlicher Performance-Report vermittelt den Managern auf einen Blick eine Übersicht über den Verbrauch von CPU-Leistung, Hauptspeicher und Plattenplatz sowie die Anzahl von Jobs und Usern. All das kann nach Anwendungen oder Subsystemen sortiert und mit einem Preisschild für die Abrechnung versehen werden. Die Anwendungsentwickler erkennen die Top-Jobs und können so besser ihre wichtigsten Aufgaben priorisieren.
Der QMessage Monitor (QMM) hilft dem iSeries-Team dabei, Störungs-meldungen sofort zu identifizieren und mit entsprechender Priorität in dem bereits vorhandenen Ticketing-System zu eskalieren. „Das hat unseren Administratoren viel Zeit erspart, die sie bisher für das Anlegen und Bearbeiten von Störungs-Tickets aufwenden mussten“, berichtet Amato. Speziell das Monitoring der Datensicherung mit BRMS helfe dem Team sehr, weil es nun einheitlichen Blick auf alle Logs habe, die dann sogar in eine einzige Datenbanktabelle exportiert werden können. Ganz ähnlich werden auch die Logs des Job-Schedulers mit QMM ausgewertet.
Durch den kombinierten Einsatz von QSM und QMM kann das iSeries-Team jedes anormale Ereignis auf den beiden Power Systems visualisieren, nachverfolgen und beseitigen. Zwei große Bildschirme mit dem Gesamtüberblick über die jeweilige Systemperformance machen das Team auf akute Probleme aufmerksam. Kritische EDI-Jobs werden sogar im Sekundentakt und mit Audio-Alarmen überwacht, so dass das Team schnell und vorausschauend die zeitkritischen Aufgaben anpacken kann.
Background-Information zur IT bei Geodis
Bildquelle: Geodis BM