Peter Dümig, Field Product Manager Enterprise Solutions bei Dell
Jeder ITler weiß: Mindestens 30 Prozent des Stroms eines RZ verbraucht die Kühlung. Dies bedeutet einen hohen Energie- und Kostenaufwand, der zudem vermeidbar ist. Mit der Umstellung auf Frischluftkühlung schlagen IT-Leiter gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Der reduzierte Energieverbrauch hat Kosteneinsparungen zur Folge – ein attraktiver Anreiz, einen Wechsel ins Auge zu fassen.
Die zweite Fliege ist ein Schmankerl, denn die Kosten sinken allein dank der Energieersparnis. Doch Klimaschutz und Treibhausgas-Reduktion spielen eine immer wichtigere Rolle, auch für Unternehmen. Reiten sie auf der grünen Welle mit, sparen sie eben nicht nur Geld, sondern entlasten auch die Umwelt und polieren zudem ihr Image in der Öffentlichkeit auf.
Klimaanlagen können ein RZ aber viel stärker kühlen als die Außenluft. Folglich müssen Server nach der Umstellung höhere Temperaturen aushalten können. Wie das funktioniert? IT-Hersteller haben bereits einen Schritt weitergedacht und spezielle Server entwickelt, die für höhere Temperaturen von 35 Grad im Dauerbetrieb bis zu 45 Grad für Spitzenlasten konzipiert sind – die erste Voraussetzung ist damit schon einmal erfüllt.
Dennoch gilt: Luft ist nicht gleich Luft. Frischluftkühlung nutzt das Temperaturgefälle zwischen Innen- und Außenbereich, um die Temperatur im RZ zu senken. Dafür sind relativ kühle klimatische Bedingungen des Standortes nötig – eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Wer jetzt ein RZ an einem geeigneten Ort hat, sollte mit dem energieeffizienten Wirtschaften loslegen. Es heißt nicht umsonst, wem die Luft ausgeht, der bleibt für gewöhnlich auf der Strecke. Und das wollen die wenigsten.