Gartner: 60 Prozent der IT-Gesamtkosten für die Kern-Infrastruktur

Rechenzentren sind nicht billig

Die Server und Speicher zur Verarbeitung von „Big Data“, aber auch für das alltägliche Erstellen von Rechnungen, Stücklisten oder Versanddokumenten nötig sind, brauchen ein spezielles Zuhause: Das Rechenzentrum oder neudeutsch „Data Center“.

  • In den vergangenen zehn Jahren (hier ein AS/400-Rechenzentrum kurz nach der Jahrtausendwende) ist viel in die RZ-Effizienz und -Ausfallssicherheit investiert worden.

  • Die Energiekosten eines RZ liegen zwischen 12 und 15 Prozent der Betriebskosten, rechnet Gartner vor. Hier eine IDC-Analyse aus dem Jahr 2011.

In Rechenzentren sind die wertvollen Daten eines Unternehmens sicher und geschützt, hier steht genügend Raum mit adäquater (Not)Stromversorgung und etlichem Equipment zur Klimatisierung bereit, damit die Server auch Hochtouren laufen können, ohne zu überhitzen. Je mehr Server ein Unternehmen braucht, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie einfach in irgendwelche Ecken und Abstellräume gestellt werden. Schon gar nicht, falls sie wichtige Daten verwenden. Dann kommen sie in eigene Rechenzentren, aus Sicherheitsgründen meistens außerhalb der Firmenzentrale und auf zwei hochwassersichere Standorte verteilt – mit den erforderlichen Brandschutzvorrichtungen und Zutrittskontrollen.

All das ist nicht billig, so dass immer wieder Outsourcing ins Gespräch kommt, neudeutsch auch gerne „Infrastructure as a Service“ (IaaS) oder schlicht „Cloud Computing“ genannt. Vor allen Dingen für kleinere Rechenzentren ist das ein heißes Thema, weil hier die Economies of Scale zuschlagen. Personalkosten und Redundanz lassen sich nicht beliebig mitschrumpfen; hier sind Minimalaufwände nötig, die IT-Leiter immer wieder zum Nachrechnen anregen sollten.

Auch wenn die Gesamtkosten für ein RZ maßgeblich von seiner Größe abhängen: Wie die Analysten der Gartner Group ermittelt haben, sind die Kostenfaktoren relativ etwa gleich groß. Demnach entfallen etwa 60 Prozent der IT-Gesamtkosten auf die Kern-Infrastruktur und deren Betrieb. Etwa 15 bis 18 Prozent davon entfallen auf Gebäude und Ausstattung des RZ, wobei das IT-Equipment nicht eingerechnet ist. Die Energiekosten liegen zwischen 12 und 15 Prozent der Betriebskosten, rechnet Gartner vor.

Insgesamt sind die RZ-Kosten trotz wachsender IT-Kapazitäten in den vergangenen Jahren nur marginal gestiegen, auch, weil viel in die Effizienz und Automation investiert worden ist. Weltweit wächst die RZ-Fläche um jährlich 8 bis 9 Prozent, wobei das Wachstum vor allen durch die Konsumenten (und die Webservices für sie durch Provider) getrieben ist und weniger von der Unternehmens-IT.

www.gartner.com

Bildquelle: Steeb / IDC

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