Deutschland konnte seine führende Position als RZ-Standort in Europa somit festigen – mit einem Anteil von ca. 25 Prozent an den europäischen RZ-Kapazitäten. Großbritannien (Anteil 22 Prozent) und Frankreich (Anteil 15 Prozent ) folgen auf Rang zwei und drei.
Gegenüber 2010 wuchs der Energiebedarf deutscher Rechenzentren und Telekommunikationsnetze im Jahr 2015 um 15 Prozent auf 12 Mrd. Kilowattstunden (kWh), so Borderstep. Bis zum Jahr 2025 wird ein weiterer Anstieg auf über 16 Mrd. kWh pro Jahr erwartet. Dieser Anstieg entspricht der jährlichen Stromproduktion eines mittleren Kohlekraftwerks.
Dabei verlagert sich Energiebedarf vom Endgerät in die Netze und Rechenzentren. Vor allem die europäische Regulierung zu Standby und Produktkennzeichnung führte zu mehr Energieeffizienz der Endgeräte, so Dr. Ralph Hintemann, Green-IT-Experte bei Borderstep. Der jährliche Energiebedarf der gesamten IKT in Deutschland sank deshalb im Zeitraum von 2010 bis 2015 um 15 Prozent.
Hintemann erwartet, dass der Trend zu Cloud-Rechenzentren in Deutschland durch das Urteil des EU-Gerichtshofes zu Safe Harbor (das diese Regelung zum Austausch von Daten zwischen den USA und der EU für ungültig erklärt) verstärkt wird. Bislang gehört Deutschland bei Cloud-Services aber eher zu den Entwicklungsländern.
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