Macht hoch die Tür: Neue Software sorgt bei Hörmann für mehr Tempo in Lager und Logistik
Der erste Hörmann-Standort in Brandis nahe Leipzig wurde mit SAP-basierten Add-Ons ausgestattet, um sich künftig auf eine vollständig SAP-integrierte Warendisposition stützen zu können. Die Transparenz bei der Abbildung sämtlicher Transportaktivitäten von der Planung bis zur Abrechnung wurde mit der Einführung des Systems deutlich erhöht. Darüber hinaus arbeiten in der neuen Softwarelandschaft SAP LE-TRA und das externe Lagerverwaltungssystem LFS von Ehrhardt + Partner eng zusammen.
Mit den Standardfunktionen von SAP LE-TRA können komplexe Transportmanagement-Prozesse von der Planung bis zur Abrechnung abgebildet werden. Beispielsweise besteht die Möglichkeit der Transportplanung für ein- und ausgehende Transporte bei unterschiedlichen Verkehrsträgern und Versandarten. Entsprechende Planungen erfolgen manuell oder unterstützt durch regelbasierte Sammelgänge. Hierbei fasst LE-TRA Lieferungen auf Basis von Kriterien, wie Regionen oder Routen, zu Transporten zusammen.
Im Anschluss an das erfolgreiche Projekt in Brandis wurde die Lösung auf zwei weitere Hörmann-Werke ausgerollt. So sichert die neue Systemlandschaft im oberösterreichischen Wolfsegg vor allem die transparente Verpackungs- und Versandplanung, die automatisierte Palettenplanung und die Einbindung einer mobilen Kundenlösung für die Packabwicklung.
Speziell für den saarländischen Standort Freisen wurde eine Lösung für die Tourenplanung gesucht, die eine Verpackung auch unter Berücksichtigung der aktuellen Bestandssituation unterstützt; dort wird SAP LE-TRA und Anbindung der kundenspezifisch erweiterten Inconso Add-Ons auf die unterschiedlichen Planungsvorhaben eingegangen.
Ein spezieller „Packdialog“ erlaubt hierbei sowohl ein Umsetzen früher Planungen als auch schnelle Reaktionszeiten auf zeitnahe Planungen im Tagesgeschäft der Hörmann-Gruppe.
Schon im Jahr 2014 hatte Bernd Kutschowitz, Leiter IT-Infrastruktur bei Hörmann in Steinhagen, in einer Common-Studie die Bereitstellung stabiler IT-Lösungen als Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen IT-Betrieb angeführt. Gleichzeitig müsse sein Team in einem dynamischen Umfeld die Unterstützung der Geschäftsprozesse im Auge behalten. Unter diesen Bedingungen kommt es darauf an, sich ein hohes Maß an Flexibilität zu erhalten. „In solchen Phasen muss man als gesamte IT sehr flexibel aufgestellt sein und kann nicht alles nach einem genau festgelegten Fahrplan ausrichten. Es hilft enorm, sich dabei auf eine skalierbare IT-Infrastruktur stützen zu können“, weiß Kutschowitz aus eigener Erfahrung. Daher auch die Entscheidung, möglichst viele Anwendungen auf möglichst wenigen IT-Plattformen – in diesem Fall SAP und IBM Power – zu betreiben.
In 26 spezialisierten Werken in Europa, Nordamerika und Asien entwickeln und produzieren mehr als 6.000 Mitarbeiter Tore, Türen, Zargen und Antriebe für den Einsatz in privaten und gewerblich genutzten Immobilien. Hauptsitz der weltweit agierenden Gruppe ist die westfälische Kleinstadt Steinhagen in Deutschland. Das nach wie vor familiengeführte Unternehmen bilanzierte zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als 1 Mrd. Euro.
Bildquelle: Hörmann