SAP/Sharepoint-Integration mit dem Cloud-Connector
Bei den drei Tools handelt es sich um Xtract Universal von Theobald Software (für die SAP-Verbindung) sowie um die neuen Versionen der beiden Layer2-Produkte „Business Data List“-Connector (integriert SAP-Daten dann in Sharepoint-Listen) und Cloud-Connector (verknüpft SAP-Daten mit Office 365, Dynamics CRM Online und Azure Cloud).
Die neue Version 3.4 des „Business Data List“-Connectors geht laut Layer2-Manager Frank Daske „weit über den in Sharepoint 2010 standardmäßig vorhandenen Leistungsumfang hinaus“. Fremddaten, z.B. aus der AS/400 oder jetzt auch aus SAP, werden hier nicht nur angezeigt, sondern mit ganz normalen Sharepoint-Listen, z.B. Kontakten, Aufgaben und Terminen, synchronisiert. Dadurch seien für den Benutzer ausnahmslos alle Sharepoint-Listenfunktionen verfügbar – also auch Ansichten (global und persönlich), berechnete Felder, Excel Export, Nachschlagen, Suche, Offline-Verfügbarkeit, Versionierung, zusätzliche Felder wie Metadaten und Tagging sowie Benachrichtigungen und Workflows bei externen Datenänderungen in SAP, die im Sharepoint-Standard Probleme bereiten.
Während der „Business Data List“-Connector vollständig in Sharepoint integriert ist und so ohne weitere Software auskommt, verfolgt die neue Version 3.0 des Cloud-Connectors einen anderen Ansatz. Die Software läuft als Windows-Dienst im Firmennetz in der Nähe der Datenquellen. Ohne Installation in der Cloud können dabei Unternehmens-Daten, z.B. aus SAP, mit externen Systemen wie Office 365, Sharepoint Online, CRM Online, Azure oder auch extern gehosteten Sharepoint-Servern abgeglichen werden. Dabei werden laut Daske „nahezu beliebige Datenquellen, Protokolle und APIs unterstützt“, wie z.B. ODBC, OLE/DB, .Net, CSOM oder OData.
Auf SAP-Seite werden die benötigten Daten zunächst im Xtract Univeral Designer von Theobald Software modelliert. Dabei kann man entsprechend Anforderungen über Datenbanktabelle, SAP-Query, RFC-Modul oder auch BAPI und ABAP-Report zugreifen. Die im Modell beschriebenen SAP-Daten werden dann im „Business Data List“-Connector bzw. Cloud-Connector direkt mit echten Sharepoint-Listen bzw. anderen Datenquellen verbunden und im Hintergrund abgeglichen.
Die Vorteile sieht Daske „in der einfachen, flexiblen, vollständigen und dabei vergleichsweise kostengünstigen Integration der Daten, die dann im gewohnten Sharepoint- bzw. Office-Umfeld ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen“. Der Replikationsansatz entkoppele dabei die Systeme, vereinfache die Zugriffsarchitektur, erhöhe die Performance und biete mehr Leistungsmerkmale für die Anwender.
Bildquelle: Layer 2 GmbH