Gegenläufige Entwicklungen bei der deutschen Comarch

Schrumpfender Umsatz, bessere Rentabilität

Kann die frühere SoftM sich gesundschrumpfen? Mit Verlust und Umsatzrückgang für das 1. Quartal startete das heute als Comarch Software und Beratung AG firmierende Unternehmen in das Jahr 2012 – und beschäftigt aktuell nur noch 230 Mitarbeiter. Zum Zeitpunkt der Übernahme Ende 2008 waren es noch über 400 Beschäftigte.

Comarch-CEO Christoph Kurpinski ist „äußerst zuversichtlich, was die zweite Jahreshälfte angeht“

Positiv gewertet werden kann, dass die Münchener zum zweiten Mal in Folge ein positives EBITDA („Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen“) erwirtschafteten, aktuell 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: -1,0).

In den ersten drei Monaten des Jahres erzielte die Tochter des international tätigen IT-Konzerns Comarch S.A., Krakau, mit über 3.000 Kunden einen Umsatz von ca. 6,1 Mio. (Vj. 7,5) Euro. Dabei stagnierte der Umsatz mit Standardsoftware bei 3,6 Mio. Euro, während die Geschäftsfelder Beratung und Systemintegration für die Einbussen sorgten. Aufgrund der verbesserten Rentabilität, die sich im EBITDA spiegelt, konnte der Verlust drastisch reduzierte werden, von 1,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch -0,2 Mio. Euro.

Diese Entwicklung spiegelt laut CEO Christoph Kurpinski Wirksamkeit der in der zweiten Hälfte 2011 eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen wider. „Ich bin sehr zufrieden, dass unsere neu eingeschlagene Organisations- und Produktstrategie greift und wir erste Resultate sei können“, wird Kurpinski heute in einer Pressemitteilung zitiert. Die neue Produktstrategie wurde auch von den Kunden sehr gut aufgenommen worden, die mittlerweile weitere Bestandteile des Comarch-Portfolios anfragen. „Diese Projekte stimmen uns äußerst zuversichtlich, was die zweite Jahreshälfte angeht”, so Kurpinski.

Den Umsatzrückgang von 2,8 Mio. auf 2,1 Mio. Euro im Geschäftsfeld Beratung - dazu gehören Beratungs- und Programmierdienstleistungen zur Einführung und Betreuung der Standardsoftware - führt Kurpinski auf die geringere Auftragsmenge für derartige Dienstleistungen sowie auf die geringere Anzahl an Mitarbeitern zurück. Weil man sich mangels Wirtschaftlichkeit aus dem Geschäftsbereich Systemintegration zurückziehen wird, brach der ohnehin seit langem serbelnde Umsatz hier erneut ein, auf 0,4 Mio. Euro (Vj. 1,1). In Zukunft wird dieser Bereich keine Rolle mehr spielen und auch die Bilanz nicht mehr groß belasten.

www.comarch.de

Bildquelle: Comarch Software und Beratung AG

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