Autor Anton Kreuzer ist Geschäftsführer von Heat Software
Es gibt viele gute Gründe für Windows 10. Die neuartige Multiplattform-Struktur bietet Unternehmen ein einheitliches System für alle Geräteklassen, ob PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Zu diesen Gründen zählen auch die neuen Security-Features, wie die Multifaktor-Authentifizierung per Gesichtserkennung oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung, bei der biometrische Daten – Stichwort Gesichtserkennung oder Fingerabdruck – und die Eingabe eines Passworts kombiniert werden. Zusätzlich bietet Microsoft mit Passport eine Single-Sign-On-Lösung, mit der User die Möglichkeit haben, sich mit denselben Anmeldedaten in mehreren Apps und Cloud-Diensten anzumelden. Außerdem können nicht erlaubte Apps einfacher blockiert werden, als in den Vorgängerversionen.
Doch all das ist nur eine Seite der Medaille. Die Kehrseite: Wer bei der Installation die Express-Einstellungen einfach übernimmt, riskiert gravierende Eingriffe in die Privatsphäre. Microsoft verschafft sich so Zugriff auf Surfverläufe, Kontakte und Termine, Emails und Apps. Selbst vor privaten Ordnern und Daten zum Schreibverhalten macht Windows 10 nicht Halt.
Aber: Auch im Nachhinein können die Datenschutzeinstellungen angepasst werden. Eine Datenübertragung an Microsoft lässt sich aber auch so nicht komplett verhindern. Und: Vor allem in Unternehmen kann deshalb die Einstellung von Sicherheits- wie auch Datenschutzoptionen bei einer manuellen Migration zu Schwierigkeiten führen.