Blick in das Cloud-Rechenzentrum der Datev.
Mit der Virtualisierung in der Cloud könne man zwar sparen, doch die Vorlaufinvestitionen seien durchaus real und nicht zu vernachlässigen, warnte IDC-Analystin Katie Broderick. Cloud Computing könne Verwaltung und Betrieb von Rechenzentren erheblich vereinfachen. Die Verlagerung von Routine-Aufgaben in die Private oder Public Cloud könne IT-Experten entlasten, die dann Zeit finden, um Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen. Das hat allerdings auch seinen Preis.
Die Public Clouds werden nach IDC-Einschätzung überwiegend mit einfachen X86-Servern gebaut werden. Der Fokus dabei liege auf Energie-Effizienz, Dichte und Kostenkontrolle. Wichtige Aspekte wie Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit werden demnach in der Public Cloud tendentiell per Software sichergestellt, durch Failover-Mechanismen und Virtualisierung. 2015 werden für die Zweck 1,2 Mio. Server verkauft, schätzt IDC; das wäre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 21,1 Prozent für den Zeitraum von 2011 bis 2015.
Im Gegensatz dazu präferieren die IT-Leiter für ihre Private Cloud hochwertigere Server-Hardware mit mehr Speicherkapazität, höherer Bandbreite und fortschrittlicher Prozessortechnologie. Die Eigenschaften „Reliability, Availability und Serviceability“ (RAS) sollen in der Private Cloud eher durch die Hardware sichergestellt werden, was komplexere Server und damit auch höhere Durchschnittspreise als für Standard-PC-Server zur Folge hat. Demnach werden 2015 weltweit 570.000 Server für den Einsatz in einer Private Cloud ausgeliefert. Das sind nicht einmal halb so viele wie für die Public Clouds – aber mit einem über 61 Prozent höheren Gesamtwert und mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 22,4 Prozent bis 2015.
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