Analyse der Umsatzentwicklung in der Hardware-Sparte der IBM im 3. Quartal 2012
Der IBM-Umsatz in der Region EMEA stagnierte im 3. Quartal 2012
Trotz Umsatzrückgang um 2 Prozent: Die Power Systems konnten das 18. Quartal in Folge Marktanteile hinzugewinnen
Zwei Faktoren machte Konzernchefin Ginni Rometty hauptsächlich für den Umsatzschwund verantwortlich: Währungseffekte aufgrund des starken Dollar und schwächelnde Geschäfte mit der Hardware; hier schrumpfte der Umsatz um 13 Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar und die Marge um 2,6 Prozentpunkte auf 37,3 Prozent. Unter’m Strich blieb im Hardwaregeschäft aber ein Vorsteuergewinn von 200 Mio. Dollar; zu berücksichtigen ist dabei,
dass IBM das Kassengeschäft im Sommer an Toshiba Tec verkauft hat. Der Verkauf brachte einen Nettoerlös von 420 Mio. Dollar, die einen großen Gewinnrückgang verhinderten.
Auch im Geschäft mit Dienstleistungen und Software gab es Einbußen, nicht nur wegen der Währungseffekte. Ein Sorgenkind ist hier Lotus Notes. Insgesamt hätten die Währungseffekte 1 Mrd. Dollar Umsatz gekostet, rechnet IBM vor; ohne sie wäre der Umsatz aber auch geschrumpft, wenn auch nur um 2 Prozent. Rometty zeigte sich aber weiterhin optimistisch und bestätigte gestern noch einmal die operative Gewinnprognose fürs Gesamtjahr von mindestens 15,10 Dollar je Aktie.
Im Vorfeld der Ankündigung von Power7+ schrumpfte auch das Geschäft mit den Power Systems um 2 Prozent. IBM konnte hier aber dennoch Marktanteile hinzugewinnen, weil die Konkurrenz noch mehr Boden verlor. Finanzchef Mark Loughridge erwähnte mehr als 260 „competitive displacements“ im Wert von über 200 Mio. Dollar, fast gleichermaßen von HP- und Oracle/Sun-Equipment. Für das 4. Quartal erwartet Loughridge gute Hardwaregeschäfte dank des „signifikant erweiterten System-Portfolios“, mit den neuen zEnterprise EC12-Mainframes, den Power Systems mit der neuen Power7+-Architektur sowie den neuen Speichersystemen inklusive des Highend-Modells DS8870.
Bildquelle: IBM
Presseinformation: IBM Reports 2012 Third-Quarter Results