Command verkauft 51 Prozent seiner SAP-Tochter

SOA People übernimmt Cormeta

Der belgische SAP-Partner SOA People gab heute seine Mehrheitsbeteiligung an der deutschen Cormeta AG bekannt - und stößt damit in die Top 5 der SAP-Partner in Europa vor. Verkäuferin ist die Command AG, die nach dem Verkauf des DMS-Bereiches an die Tochter Cortility und der Mehrheitsbeteilung an der Cormeta-Schwester Oxaion auf dem Weg zu einer reinen Finanzholding ist.

Khalil Hodaibi, CEO der SOA People Group: „Wir führen unsere Suche nach den Best-of-Breed-Organisationen in jedem europäischen Land fort."

SOA People ist ein europaweit aktives SAP-Haus aus Wavre bei Brüssel, das mit über 400 Kunden und mehr als 500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 100 Mio. Euro erzielt. Zu dem raschen Wachstum haben auch bisher schon Akquisitionen beigetragen, etwa die von Keneos 2015, Opteon 2013 und Perfect for People 2012.

SOA People auf Einkaufs-Tour

Cormeta, am 19. September 2005 durch die Ausgründung der Command-Geschäftsbereiche SAP und Oxaion entstanden, bringt in die Firmenhochzeit 130 Mitarbeiter und 20 Mio. Euro Umsatz ein; das Grundkapital beträgt nach Firmenangaben 1 Mio. Euro. Gestartet war Cormeta mit einem Team aus 85 Mitarbeitern und 12,2 Mio. Euro Umsatz im ersten Geschäftsjahr – und verzeichnete nach anfänglichem Wachstum schwankende Jahresumsätze zwischen 15 Mio. und 20 Mio. Euro.

Jetzt hat Command nach Angaben des Command-Gründers Günter Wiskot – wie schon 2015 bei Oxaion – 51 Prozent der Aktien verkauft; vertraglich ist bereits festgelegt, dass Command seine Beteiligung innerhalb der nächsten zwei Jahre auf 26 Prozent reduziert. Diese Sperrminorität werde Command auf Dauer behalten. Zum Kaufpreis wollte auch Wiskot – wie auch die Pressemitteilung – keine Angaben machen; bei Cormeta und SOA People war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Cormeta als Sprungbrett nach Osteuropa

Die Akquisition von Cormeta, zu der keine weiteren Details veröffentlicht wurden, bedeutet für SOA People den Eintritt in den deutschen Markt. Den wiederum betrachtet CEO Khalil Hodaibi auch als „strategisches Sprungbrett“ nach Osteuropa. Mit der Akquisition will er den Umsatz um 20 Prozent steigern, sodass SOA People im Plan der veröffentlichten Wachstumsziele liegt. Die sind ehrgeizig, denn Hodaibi ist zuversichtlich, „dass wir bis 2022 einen Umsatz von 200 Millionen Euro erzielen werden. Das ist eine Herausforderung für alle unsere Mitarbeiter, die auch viele Karrieremöglichkeiten eröffnet."

Diese Akquisition soll laut Hodaibi „dazu beitragen, unsere europäische Präsenz zu steigern und unsere vorkonfigurierten Branchen-Lösungen und innovativen Cloud-Angebote für ein breiteres Publikum nutzbar zu machen. Cormetas erfahrene Belegschaft, eigene Lösungen und solide SAP-Erfahrung passen sehr gut auch zu der Kultur und den Fähigkeiten von SOA People. Dieser wichtige Schritt wird all unseren Kunden mehr Dienstleistungen, mehr Produkte und eine viel breitere geografische Abdeckung bieten.“

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