Flexera erweitert Install Shield – auch für IBM i

Software-Management mit XML-Tags

Flexera Software will Tools anbieten, mit denen Softwarehersteller und deren Kunden ISO 19770-2-konforme XML-Tags für das Asset-Management erstellen und verwenden können.

Kontrolle, Gerd Altmann/Pixelio

Software-Hersteller und -Anwender können den Einsatz der Programme besser kontrollieren

Flexera will zunehmend auf den Tagging-Standard ISO 19770-2 setzen und so Firmen helfen, ihre Software-Ressourcen besser zu verwalten, indem sie eine umfassende „Tagging-Umgebung” für die Erstellung und Verwendung ISO 19770-2-konformer Software-Tags betreiben. Das soll Management der „Software-Assets“ und die Lizenzierungprozesse verbessern.

Die genaue Identifizierung und Katalogisierung der aktuell auf den IT-Systemen eines Unternehmens oder einer Behörde installierten Software ist alles andere als trivial. Der Standard ISO 19770-2 erlaubt die zuverlässige Identifizierung der Anwendungen auf einem Gerät mittels einer in die Anwendung eingebundenen „Tag“-Datei. Diese Tag-Datei enthält detaillierte Informationen zur jeweiligen Anwendung (Herausgeber, Name, Version usw.) und erleichtert somit die Verwaltung von Softwareressourcen. Das hilft Softwareherstellern, illegal genutzte Software zu identifizieren und IT-Chefs, ins Unternehmen eingeschmuggele Raubkopien und ungenutzte Software-Lizenzen zu erkennen.

Die Tags können gesammelt und analysiert werden und somit den akkuraten Anwendungsbestand wiedergeben. Bisher wurde der ISO 19770-2-Tagging-Standard, der von Herstellern wie Symantec, CA und ModusLink OCS forciert wird, mit eher mäßigem Erfolg umgesetzt. Das führt Flexera-Manager Randy Littleson vor allem darauf zurück, dass es keine Tools für die automatisierte Erstellung von Software-Tags gab. Das soll sich jetzt ändern.

Die neue Version 2012 von Install Shield, von tausenden von Software-Anbietern weltweit und auf über 500 Millionen Desktopcomputern eingesetzt, soll Tools zur Erstellung von Tags zur Software-Identifizierung gemäß ISO 19770-2 als Teil des Installationsentwicklungsprozesses enthalten. Ab dem ersten Quartal 2012 sollen auch Anwendungen unterstützt werden, die für IBM i, Unix, Linux und Mac entwickelt wurden. Daneben ist laut Littleson auch eine Erweiterung von Install Anywhere, der plattformübergreifenden Installationsentwicklungslösung geplant.

Wenn heutzutage Anwendungen repaketiert werden, um an den Endpunkten der Client-Computer innerhalb eines Unternehmens bereitgestellt und installiert zu werden, gehen die Identifizierungsnachweise, sozusagen die Fingerabdrücke, ganz oder teilweise verloren. Die im Backend eingesetzten Software Asset Management-Tools können die installierten Anwendungen deswegen nur schwer identifizieren. Flexera löst dieses Problem mit dem für das 1. Quartal 2012 geplanten Release von Admin Studio 11 für die automatisierte Softwarepaketierung. Damit können Unternehmen automatisch ISO 19770-2-konforme Tags in repaketierten Anwendungen hinzufügen und so die ursprünglichen Herausgeberinformationen beibehalten. Im Anschluss an die Installation können so die Anwendungen identifiziert werden.

Dazu verbessert Flexera seine Flexnet Manager Platform mit dem nächsten Release im Dezember dahingehend, dass sowohl die Ermittlung als auch die Bestandsaufnahme anhand von Software-Tags gemäß ISO 19770-2-Standard unterstützt werden. Hierdurch wird die enthaltene Bibliothek für Anwendungserkennung, die bereits über 100.000 Anwendungen von 11.000 Softwareherstellern erkennt, erweitert. Organisationen, die Flexnet Manager bereits zur Verwaltung ihrer Software-Lizenzen einsetzen, können so die Vorteile der Software-Tags für die Lizenzoptimierung nutzen.

www.flexerasoftware.com

Bildquelle: Gerd Altmann/Pixelio

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