Abbildung 1: Die 3-Schichten-Architektur von Lightswitch - zu den anderen Datenquellen neben Azure, Sharepoint und SQL Server zählt auch die gute alte AS/400.
Abbildung 2: Der Ritmo/i Data Provider stellt die AS/400-Daten über native SQL-Zugriffe für Ado/.Net bereit.
Ritmo/i 6 unterstützt diese objekt-relationalen Mapper für .Net mit nativen IBM-i-Protokollen, was laut Hersteller sowohl in der Microsoft- als auch in der AS/400-Welt für gute Performance beim Host-Zugriff sorgt – und das unabhängig vom Entwicklungsmodell. Damit sollen sich schnell datenbank-getriebene Windows-Anwendungen mit moderner Web-Anmutung entwickeln lassen, ohne dass auf AS/400-Seite Anpassungen notwendig werden.
Lightswitch ist ein relativ neues Produkt in Microsofts Visual Studio-Familie für Entwickler, die schnell datenorientierte Geschäftsanwendungen für Desktop, Web und Cloud erstellen möchten. Im Sommer 2010 lanciert und mittlerweile in einer aktualisierten Version für Visual Studio 2012 verfügbar, ist Lightswitch gedacht als erweiterbare Entwicklungsumgebung für Browser- und PC-Anwendungen in kleineren Unternehmen oder Abteilungen, die schnell erstellt werden müssen.
Lightswitch-Anwendungen basieren auf Silverlight, der Microsoft-Erweiterung für Webbrowser zur Ausführung von „Rich Internet Applications“ (RIA), sowie auf einem .Net-Anwendungsframework von Technologien wie WCF/RIA-Diensten (siehe Abbildung 1). Das bedeutet letztlich, dass Lightswitch-Anwendungen auf dem PC bereitgestellt werden können und dessen Peripherie – wie Scanner oder Barcodelesegeräte – ebenso integrieren wie Microsoft Word oder Excel. Die Daten aus Fremdsystemen werden im Dateneditor als ganz normale, eigene Tabellen behandelt. Freilich kann man deren Struktur nicht verändern, aber durchaus um Spalten erweitern und virtuelle Referenzen zu anderen Tabellen herstellen.
Ritmo/i ist ein vollständig auf .Net basierender Datentreiber (siehe Abbildung 2), der Windows-Anwendungen SQL-Zugriff auf IBM i, iSeries und AS/400 gestattet. Dabei werden SQL-Befehle in Anwendungen über Ado.Net oder direkt über die Objekt-Eigenschaften und -Methoden akzeptiert. Durch den Einsatz des originalen IBM-Protokolls „Optimized Database Server“ kommuniziert Ritmo/i ohne zusätzliche Server-Software mit nativen OS/400-Programmen. Dabei unterstützt Ritmo/i die SQL-Funktionalität vo DB2 für i, einschließlich „Stored Procedures“, Massen-Inserts, Connection-Pooling und Datenkompression.
Neben dem nativen Zugang zu AS/400-Daten über das Microsoft Ado.Net Entity Framework und dem Support von Lightswitch verspricht Ritmo/i 6 laut Hit-Manager Giacomo Lorenzin auch eine Integration mit der aktuellen Entwicklungsumgebung Visual Studio 2012, der Datenbank SQL Server 2012 sowie den SQL Server Data Tools (SSDT). Außerdem werden erstmals die „Multivalue-Parameter“ in SSIS/SSDT (Reporting Services/Data Tools) unterstützt, inklusive Support für den Zugriff auf die Liste der Parameterwerte. Die Client/Server-Kommunikation wird per RIA-Services realisiert.
Bildquelle: Microsoft / Hit Software