Zumal mit Wild Fire ein neuer Service mit Cloud-basierter Analyse-Engine vor „Malware“ schützt und die Remote-Access-Technologie Global Protect jetzt auch für iPads, iPhones und MAC-OS-X-Geräte verfügbar ist. Darüber hinaus ist das Palo-Alto- Networks-Betriebssystem in Version PAN-OS 4.1 mit mehr als 40 neuen Features verfügbar. Sie sollen es einfacher machen, Workflows über das Netzwerk zu schützen und die Firewalls in bestehende Netzwerke zu integrieren.
Mit PA-200 können Unternehmen laut Achim Kraus, Senior Consultant Strategic Accounts bei dem kalifornischen Hersteller, „ab sofort in allen Niederlassungen das gleiche Applikationsschutzniveau wie in der Unternehmenszentrale gewährleisten“. Auf diese Weise lasse sich ein standardisiertes Sicherheitskonzept im gesamten Unternehmensnetz implementieren, denn die neue PA-200 kann zentral verwaltet werden. Das neue Modell schafft bei einem kleinen Formfaktor 100 MBit/s Durchsatz.
Mit Global Protect lassen sich Policies und Restriktionen voneinander trennen. Mit dem Wissen, welche Anwendungen im Netz durch welche Benutzer verwendet werden, können Administratoren damit ein Regelwerk umsetzen, das nicht nur zwischen „zulassen“ (allow) oder „verweigern“ (deny) differenziert. Mit Hilfe des Regelwerks können erfahrene Firewalladministratoren schnell und flexibel ihre Policy erstellen, um Malware zu blockieren, Geschäftsanwendungen nach Sicherheitsrisiken zu durchsuchen und die sichere Nutzung von Anwendungen für ihre User zu garantieren – unabhängig von Ort und Gerät des Nutzers.
Interview mit Achim Kraus, Palo Alto Networks, zum neuen Service Wild Fire
Was sind derzeit die größten Sicherheitsrisiken für Unternehmen?
Achim Kraus: Moderne Malware ist eindeutig ein massives Problem. Die hoch spezialisierten Angriffe zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie sehr zielgerichtet und in ihrer Art bislang völlig unbekannt sind. Sie bringen jegliches Netz zum Stillstand. Wer hier keinen funktionierenden Schutz hat, sieht ganz schön alt aus. Wir raten zu einer Netzsicherheitstechnologie, die auch in kleineren und mittelgroßen Niederlassungen alle Richtlinien einhält.
Wie sollte ein solcher Schutz aussehen?
Kraus: Wir setzen auf unseren neuen Firewallservice, der mit einer speziellen Cloud-basierten Analyse-Engine vor Malware schützt. Wild Fire identifiziert unbekannte Dateien, indem diese direkt bzw. automatisch in eine virtuelle und Cloud-basierte Umgebung verlagert werden. Dort werden die Dateien auf Malwaremerkmale untersucht.
Wird eine schädliche Datei entdeckt, generiert Palo Alto Networks automatisch neue Signaturen, die wiederum bei regelmäßigen Signaturupdates mitgeliefert werden. Darin enthalten sind eine exakte Analyse sowie detaillierte Informationen dazu, wie sich die Malware verhält, wer durch sie angegriffen wurde sowie welche Applikation betroffen war. Der Service verringert deutlich die Time to Protection für alle Anwender.
Schaffen herkömmliche Antimalwarelösungen das nicht auch?
Kraus: Über die vergangenen Monate wurde Wild Fire bei vielen global aktiven Beta-Testern implementiert – mit interessanten Ergebnissen. So ziemlich jede Testseite hat eindringende Malware identifiziert, die bisher nicht in der Industrie bekannt bzw. identifiziert wurde. 57 Prozent der Malware wurden mit herkömmlicher Antimalware nicht erkannt oder waren nicht abgesichert. Daraus lässt sich gut ablesen, wie viele Löcher das Firmennetz noch aufweist.
Bildquelle: © „Firewall“parasoley/iStockphoto