Das Anmelden von Flotten oder einzelner Lkw ist bei Tracknow ohne fremde Hilfe möglich.
Dabei können nicht nur Zugmaschinen, sondern auch Auflieger, Anhänger oder Container überwacht werden, die mit einer Telematiklösung beliebiger Hersteller ausgestattet sind. Auch ein dafür freigeschaltetes Smartphone mit GPS-Funktion lässt sich einbinden. Bislang wurden laut Agheera-Chef Christoph Keisers bereits Schnittstellen zu 16 führenden Telematiksystemen geschaffen, die einen Marktanteil von über 90 Prozent repräsentieren - darunter Fleetboard, Masternaut oder Transics.
Hintergrund der Entwicklung ist die wachsende Vielfalt von Telematiklösungen, die bislang eine eigene unabhängige Plattform zum Anzeigen der Fahrzeuginformationen wie die aktuelle Position oder die gefahrene Geschwindigkeit erforderten. Disponenten oder Versandleiter, die eine gemischte Flotte steuern, können sich laut Keisers mit Tracknow auf einen Blick einen Überblick über alle eingesetzten Lkw verschaffen. In der Vergangenheit mussten dafür mehrere Plattformen parallel oder nacheinander geöffnet werden.
Die nunmehr zentral gesammelten Daten lassen sich bei Bedarf auch in das vom Verlader oder Spediteur verwendete Transportmanagementsystem (TMS) übertragen. Aber auch ohne TMS-Anbindung lassen sich die gesammelten Daten weiter verarbeiten, in Berichten zusammenfassen und analysieren.
Das Anmelden von Flotten oder einzelner Lkw ist bei TrackNow ohne fremde Hilfe möglich, betont Keisers - eine Online-Registrierung reicht aus. Die Telematikdaten der eigenen Fahrzeuge könne der Fuhrparkbetreiber nicht nur ansehen, sondern auch für alle am Transportprozess beteiligten Partner freischalten. Somit können auch Empfänger und Verlader zu jeder Zeit abschätzen und kontrollieren, wann der avisierte Lkw eintreffen wird.
Der Informationsweg zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber wird wesentlich kürzer, da alle freigegebenen Fahrzeuge für die Geschäftspartner auf der Plattform sichtbar sind. Durch das einfache Anmelden neuer Fahrzeuge eignet sich Tracknow auch für das Überwachen von Transportunternehmern, mit denen keine regelmäßige Zusammenarbeit besteht.
Die Kosten für Tracknow soll laut Keisers in der Regel das Unternehmen tragen, das den größten Nutzen von der gewonnenen Transparenz für sich verbuchen kann. Die Kostenvorteile resultieren dabei aus mehreren Effekten: Zum einen lassen sich die Frachten der Transportunternehmer nun einheitlich und exakt auf Basis der tatsächlich gefahrenen Kilometer abrechnen. Zum anderen können Verspätungen und Verzögerungen auf der Straße oder an der Rampe unverzüglich registriert werden. Disponenten können frühzeitig eingreifen und übermäßige Wartezeiten bei der Be- oder Entladung können weiterberechnet werden.
Und nicht nur das: Durch die frühzeitige Information und der damit verbundenen Planungssicherheit lassen sich die betrieblichen Prozesse bis hin zur Personalplanung effizienter steuern. Ein weiterer Vorteil entsteht schließlich beim Einsatz mehrerer Transportunternehmer, die sich mit Hilfe von Tracknow besser miteinander vergleichen lassen. Dadurch wird eine objektive Basis für künftige Preisverhandlungen geschaffen.
Bildquelle: KfdM – Kommunikation für den Mittelstand