21.09.2017 Schnelle und sichere Anbindung für multinationale Firmenkunden

Telekom startet Weltnetz-Angebot

Die Deutsche Telekom bietet ihren Unternehmenskunden über die Tochter T-Systems ab sofort schnell verfügbare internationale Netzverbindungen und -dienste. Basis für das neue Telekommunikationsangebot ist das das Netz von Ngena – der „Next Generation Enterprise Network Alliance“.

  • Die Deutsche Telekom will mit dem Einsatz einer neuen Generation von Netzen den Unternehmen die Steuerung von Industrieanlagen quer über den Erdball erleichtern.

    Die Deutsche Telekom will mit dem Einsatz einer neuen Generation von Netzen den Unternehmen die Steuerung von Industrieanlagen quer über den Erdball erleichtern.

  • Patrick Molck-Ude, Chef des Großkunden-Netzgeschäfts der Deutschen Telekom

    Patrick Molck-Ude, Chef des Großkunden-Netzgeschäfts der Deutschen Telekom: „Schnell verfügbare, sicherere, leistungsfähigere und globale Netzdienste sind der Motor für die Industrieproduktion der Zukunft!“

Über die globale Allianz Ngena, die die Telekom vergangenes Jahr gemeinsam mit dem Technologiepartner Cisco und den Gründungsmitgliedern Centurylink, Reliance Jio und SK Telecom  ins Leben gerufen hat, wurde ein bislang in der Branche weltweit einzigartiges Geschäftsmodell etabliert, denn alle Ngena-Partner teilen ihre Netze und verbinden sie zu einem weltweiten, hoch standardisierten Netz.

Mittlerweile sind der weltweit ersten Allianz für Firmen-Netze auch weitere Mitglieder beigetreten, darunter Altice mit SFR & Portugal Telecom, Comarch, Equinix, Inmarsat, Neutrona, PCCW Global und Telstra. Da das Netz auf neuester Technologie basiert und von Software gesteuert wird, lassen sich gerade für global agierende Unternehmenskunden sehr viel schneller als bisher Firmennetze und Datenverbindungen als „Virtuelle Private Netze“ (VPN) einrichten.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Internationale Firmenkunden profitieren von schnell einzurichtenden Netzen entweder über das Internet oder über fest geschaltete Leitungen. Kunden der Deutschen Telekom können damit schneller auf veränderte Geschäftsbedingungen durch die Digitalisierung reagieren. 

Motor für die Industrieproduktion der Zukunft

„Schnell verfügbare, sicherere, leistungsfähigere und globale Netzdienste sind der Motor für die Industrieproduktion der Zukunft“, sagt Patrick Molck-Ude, der das Großkunden-Netzgeschäft der Deutschen Telekom verantwortet. „Der globale Markt für Netzzugang und Transportdienste für Unternehmensnetze hat bereits heute ein Volumen von 50 Mrd. Dollar und legt jährlich 3,5 Prozent zu.“

T-Systems ist der erste Allianzpartner, der jetzt ein Netzangebot auf Basis der Ngena-Plattform an den Start bringt. Es trägt den Namen „Smart SD-WAN powered by Ngena“ (per Software gesteuertes Weitverkehrsnetz) und ist in den Zugangsvarianten XS, S oder M verfügbar – je nachdem, ob der Netzzugang einfach bzw. redundant angelegt ist und ob er über Internet, Ethernet oder einer Kombination beider erfolgt. Dieses standardisierte und automatisierte Angebot ergänzt das  klassische IP-VPN-Angebot Intraselect von T-Systems, das sich auf spezielle Kundenanforderungen maßschneidern lässt.

Über das neue Netzprodukt stehen ab sofort neben der sicheren weltweiten Vernetzung von Unternehmensstandorten per VPN auch weitere Dienste zur Verfügung, etwa der sichere regionale Übergang aus dem Firmennetzen ins Internet mittels Firewalls oder aber die intelligente Führung von Netzverkehr je nach Prioritätsklasse. Das Angebot richtet sich zunächst an Unternehmen mit deutschem Einkauf. Schrittweise folgen der Vertrieb in weiteren Ländern, weitere Zugangs-Varianten und Services sowie eine breitere Länderabdeckung.

„Wir sorgen dafür, dass Ngena immer mehr Telekommunikationsanbieter weltweit miteinander verbindet“, verspricht Ngena-Geschäftsführer Marcus Hacke. „Dafür bauen wir unser eigenes Netzwerk und die Zugangsknoten weltweit aus. Die ersten Netzknoten in Deutschland, USA, China und Südkorea sind bereits aktiv. Bis Ende des Jahres sollen es dann etwa zehn sein, um die Regionen Nord- und Südamerika, Europa und Asien immer umfassender abzudecken.“

Weltweite Steuerung von Maschinen

Die Deutsche Telekom will mit dem Einsatz dieser neuen Generation von Netzen den Unternehmen auch die Steuerung von Industrieanlagen quer über den Erdball erleichtern. Bereits heute sind in Firmen Maschinen und Roboter intelligent vernetzt. Einkauf und Logistik, Vertrieb und Service – die gesamte Wertschöpfungskette von Unternehmen ist digital. In Industrie 4.0-Firmen organisiert die sogenannte „Smart Factory“-Fertigung und Logistik ohne menschliche Steuerung selbst.

In der Industrie 4.0-Welt sind Maschinen, Einzelteile und Gegenstände mit Sensoren ausgestattet. Diese sammeln Daten, mit deren Hilfe der Weg des Produkts durch die Fertigungsanlagen und die einzelnen Arbeitsschritte gesteuert wird. Immer mehr funkende Sensoren bedeuten aber auch immer mehr Datenverkehr, höhere Echtzeit-Anforderungen („Latenz“) und erhöhten Bandbreitenbedarf. Hinzu kommen etwa angebundene ERP-Systeme mit Tausenden von Nutzern, Big Data-Analyseprogramme und Cloud-Dienste, die auf das Netz zugreifen.

Die historisch gewachsenen Netze sind diesen Anforderungen schon heute kaum noch gewachsen. Ein Grund: Netzwerkressourcen werden teilweise noch manuell zugeteilt. Das ist teuer und langsam – es dauert Tage, Wochen oder sogar Monate, bis eine zuverlässige Verbindung für den unternehmenskritischen Einsatz steht. Kein Administrator kommt den Datenströmen der Zukunft noch hinterher.

„Software Defined Networks“ (SDNs) automatisieren das Konfigurieren von Einzelsystemen, indem sie die Administrationsarbeiten auf eine zentrale Management-Konsole verlagern. Daher dienen SDNs bei Ngena als Basis für eine neue Generation industrieller Produktionsnetze. Gleiches gilt für die gerade beginnende Entwicklung von Industrienetzen auf dem kommenden 5G-Standard.

Bildquelle: Deutsche Telekom

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