Ein Atomschutzbunker aus den 60er-Jahren wurde für den Betrieb als Backup-Rechenzentrum umgerüstet und bietet jetzt Datenschutz auf höchstem Niveau – unter der Erde. Die Wände sind mehrere Meter dick, die Stahltüren halten auch direkte Bombentreffer aus – auch wenn dieser Fall hoffentlich nie eintritt. Das Relikt aus dem Kalten Krieg eignet sich laut RZKH-Geschäftsführer Holger Scherer ideal zur Bewahrung wichtigster Daten auch vor größeren Katastrophen wie Brand, Wasser oder Flugzeug-Abstürzen. Deshalb vermietet Scherer auch Lagerfläche für wichtige Unterlagen und Datenträger – ab 10 Euro im Monat pro Regalmeter, der für etwa acht Aktenordner reicht.
Die Server im Atombunker werden nicht nur mit den aktuellen Betriebssystemen IBM i 6.1 und 7.1, sondern auch mit alten Versionen bis zurück auf V4R2 betrieben. Darauf sind nach aktuellem Stand zusammengezählt etwa 27.000 Benutzerprofile aktiv. „Wir werden weitere Server anschaffen, um die aktuelle Nachfrage nach Maschinen mit V6 und V7 bedienen zu können“, erklärt Scherer in seinem Newsletter. Interessant sei auch, „dass sehr viele Kunden aus aller Welt mit einer älteren Betriebssystemversion wie V5R3 arbeiten wollen – scheinbar ist dies noch sehr häufig eingesetzt. Und trotz aller Unkenrufe sind RPG und der Green Screen nicht totzukriegen. Viele Menschen steigen immer noch in die RPG-Entwicklung ein.“