Michael Barth, Geschäftsführer von Regus Deutschland, kritisiert, dass die Notfallwiederherstellung unter deutschen Unternehmern nicht so beachtet wird.
Michael Barth, Geschäftsführer von Regus Deutschland, kritisiert, dass Notfallwiederherstellung von deutschen Unternehmern nicht so beachtet wird, wie man vermuten könnte. Und das, obwohl Symantec im Disaster Recovery Research Report 2009 ermittelt hat, dass ein durchschnittlicher Störfall bis zu 400.000 Euro kosten kann. Außerdem sind deutsche Unternehmer gemäß einem aktuellen Acronis-Bericht weltweit am meisten auf Sicherung und Geschäftskontinuität bedacht.
Dennoch liegt laut Barth vieles im Argen. Er untermauert seine Kritik mit Zahlen, die Regus, der weltweit größte Anbieter für flexible Arbeitsplatzlösungen, mit der Befragung von über 12.000 Geschäftsleuten in 85 Ländern nach den Notfallplänen ihrer Unternehmen ermittelt hat. Dabei wurde deutlich, dass eine beachtliche Zahl leichtfertig ist, da nur unzureichende Vorsichtsmaßnahmen für den Katastrophenfall, wie z.B. Überschwemmungen, ergriffen werden.
Auch in deutschen Unternehmen sind diese Notfallpläne noch nicht ausreichend umgesetzt. Knapp ein Drittel (31 Prozent) hat nicht einmal einen Plan zur Notfallwiederherstellung des IT-Bereichs. Darüber hinaus fehlt bei 48 Prozent eine Lösung zur Geschäftskontinuität im Katastrophenfall.
Allerdings hat offenbar die Häufung von Katastrophen im Jahr 2011, wie z.B. das Erdbeben in Japan, die Notfallwiederherstellung auf die Agenda aller Vorstände gesetzt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei vor allem auf den Kosten, die den Unternehmen durch Naturkatastrophen und deren Nachwirkungen entstehen können.
In Deutschland gehören diese Ereignisse zu den Extremfällen – viele vernachlässigen jedoch die Konsequenzen von Vandalismus oder höhere Gewalt auf den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens. Die umfassenden Erkenntnisse der aktuellen Regus-Studie sind im Folgenden aufgeführt:
Mehr als ein Fünftel der deutschen Unternehmen sieht die Ausgaben für die Notfallwiederherstellung als hoch an, so das Ergebnis der Regus-Studie. Viele wären aber dazu bereit, für die Verfügbarkeit von Einrichtungen zur Notfallwiederherstellung von Arbeitsplätzen zu bezahlen. Dies zeigt, dass sich die Einstellung der Unternehmen zum Thema Sicherheit und Notfallplanung langsam ändert. Barth bestätigt diese Entwicklung: „Gemeinsam mit unseren Kunden arbeiten wir entsprechende Notfallpläne aus. Wir sind mit dem größten weltweiten Netz an flexibel mietbaren Büros in Business Centern für sie ein wichtiger Partner im Katastrophenfall.“
Über 900.000 Kunden nehmen täglich die Dienstleistungen von Regus in Anspruch. Das Unternehmen ist an mehr als 1.200 Standorten in 94 Ländern und über 550 Städten präsent und erlaubt Einzelpersonen und Unternehmen zu arbeiten, wo, wie oder wann sie möchten. In Deutschland betreibt Regus 40 Business Center in elf Städten.
Bildquelle: © Regus Deutschland