Die Verla-Pharm Arzneimittel GmbH setzt in Tutzing am Starnberger See seit mehr als einem halben Jahrhundert eine 160-jährige Apothekertradition fort.
Der Startschuss für das ERP-Projekt am Hauptstandort in Tutzing am Starnberger See fiel bereits im Juni; der Echtbetrieb für insgesamt 100 Anwender ist Ende 2014 geplant.
Terna hat für das Pharmaunternehmen und die Tochter Xenofit, bei der M3 ebenfalls zum Einsatz kommen soll, bereits eine umfangreiche Geschäftsprozessanalyse durchgeführt und Pflichtenhefte zur Software-Implementierung erstellt. Denen liegt ein Mastervalidierungsplan zugrunde, der Voraussetzung für das Validierungsverfahren nach den Richtlinien der „Good Automated Manufacturing Practice“ (GAMP) in der aktuellen Version 5 ist.
„Unsere Arzneimittel werden mit modernsten Technologien und nach den Regeln der Good Manufacturing Practice produziert“, wird Günter Hopf, Leiter Entwicklung & Produktion von Verla-Pharm, in einer Presseinformation zitiert. „Für uns als Pharmaunternehmen war daher die Validierungsfähigkeit ein Hauptkriterium für das neue ERP-System.“
In einem groß angelegten Software-Auswahlverfahren hatte Verla-Pharm fünf Anbieter führender ERP-Lösungen evaluiert - darunter auch SAP und Microsoft Dynamics Nav. In die Endauswahl schafften es lediglich M3 und eine weitere Pharmabranchenlösung. Letztlich entschied sich Verla-Pharm für M3 und Terna als Implementierungspartner, der parallel auch das Analyse- und Reporting Tool Qlikview sowie Engage Mobile Logistics implementiert - eine Lösung zur mobilen Erfassung von Logistiktransaktionen.
„Wir sehen M3 als zentrale Drehscheibe unserer Softwarelandschaft, an die wir pharmaspezifische Module anderer Lieferanten anbinden können“, verweist Hopf auch auf die Bedeutung einer modernen Middleware zur einfachen Anbindung von Drittsystemen in M3. So werden beispielsweise ein Hochregal-Lager und ein Wiegesystem in die neue ERP-Lösung integriert.
Im Bereich Produktion bzw. Produktionsplanung sieht Hopf das größte Optimierungspotenzial, denn künftig werde die Produktionsplanung - die derzeit noch per Excel-Sheets erfolgt - direkt im ERP-System zentralisiert und für alle transparent gemacht. Kennzahlen für die Produktion, die derzeit teilweise nur auf Papier existieren, werden künftig elektronisch verfügbar sein. Dadurch könne man Kapazitäten besser planen, Maschinenbelegungen optimieren und Produktionsabläufe rationalisieren.
Die MES-Lösung Pharma Suite wird durch den Karlsruher Rockwell-Partner Systec & Services eingeführt; der Kick-Off für dieses Projekt fand ebenfalls im Juni statt. Abgelöst wird eine existierende Wiegelösung, um die gesamte Herstellung elektronisch dokumentieren und so die Abläufe transparenter gestalten zu können. Außerdem wird durch die Einführung die elektronische Freigabe der Produktionschargen möglich sein.
Bildquelle: Verla-Pharm Arzneimittel GmbH