Computacenter: Kräftige Investitionen in „Erbringungsstrukturen“

Wachstumsschmerzen

Der britische IT-Dienstleister Computacenter konnte seinen Gruppen-Umsatz im ersten Halbjahr um 4,2 Prozent auf aktuell 1,42 Mrd. Britische Pfund steigern, während der Gewinn vor Steuern um zehn Prozent auf 24,0 Mio. Pfund sank.

Oliver Tuszik, CEO von Computacenter Deutschland: „Langfristige Serviceverträge mit einem bis dahin nicht gekannten Volumen gewonnen!“

CEO Mike Norris sprach von Wachstumsschmerzen, speziell auch in Deutschland. Das Problem seien mehrere parallele Projekte gewesen, so dass man 7 Mio. £ in zusätzliches Personal und die Erbringungsstrukturen investiert habe, um die Kundenerwartung zu erfüllen und den zukünftigen Erfolg sicherzustellen. Das drückte die Profitabilität in Deutschland.

Der Umsatz in Deutschland wuchs im ersten Halbjahr um 7,5 Prozent auf 718,7 Mio. Euro. Mit 478,6 Mio. Euro hatte das Produktgeschäft, das um 3,7 Prozent wuchs, daran den größten Anteil. Noch positiver entwickelte sich das Servicegeschäft: Dieses wuchs in den ersten Monaten 2012 im Verhältnis zum ersten Halbjahr 2011 um 16 Prozent auf 240,1 Mio. Euro.

Das war gleichzeitig aber auch das Problem, denn dieses Wachstum basiert zu einem großen Teil auf zahlreichen Dienstleistungsverträgen, die Computacenter Ende vergangenen Jahres in Deutschland gewinnen konnte. „Um die Services in der gewohnten Qualität zu erfüllen“, sei in Mitarbeiter und Erbringungsstrukturen investiert worden, heißt es heute in einer Presseinformation, „so dass der operative Gewinn auf 6,6 Mio. Euro sank, während er 2011 noch bei 9,7 Mio. Euro lag“.

„2011 haben wir langfristige Serviceverträge mit einem bis dahin nicht gekannten Volumen gewonnen“, kommentiert Oliver Tuszik, Vorstandsvorsitzender und CEO der Kerpener Computacenter-Tochter, die Bilanz. „Das war sehr erfreulich, stellte uns aber bei dem aktuellen Fachkräftemangel vor Herausforderungen. Die Investitionen wirken sich aktuell auf unseren Gewinn aus, werden sich aber auf Dauer auszahlen.“

CEO Norris rechnet damit, dass im nächsten Jahr die Wachstumsprobleme in Deutschland im Griff sind und versichert, „that we consistently embed the lessons learnt from these growing pains“. 2012 werde das Jahr sein, in dem Computacenter Deutschland seine Stabilität zurückgewinnt. Dann werde Computacenter eine „exzellente“ Ausgangsposition haben, um 2013 und später weitere Wachstumsmöglichkeiten zu verfolgen.

www.computacenter.de

Opens external link in new windowDer komplette Halbjahresreport der Computacenter plc.

Bildquelle: Computacenter Deutschland

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