Christoph-1 ist seit dem 1. November 1970 im Dienst. Der Eurocopter BK 117 ist in weniger als zwei Minuten startklar.
Es sind oft Minuten, die über Leben und Tod entscheiden. Aus diesem Grund sind die Luftretter in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Gerade in ländlichen Regionen ist der Weg zum nächsten Krankenhaus oft sehr weit. Hier ist der Hubschrauber das schnellste und wichtigste Rettungsmittel. National gibt es derzeit 34 Stützpunkte mit 51 Hubschraubern, einer davon – Christoph 1 – ist am Klinikum Harlaching in München stationiert und in weniger als zwei Minuten startklar. Mit den in „Retarus Web Express“ integrierten SMS-Services beschleunigen die Luftretter die Einsatzbereitschaft des Rettungshubschraubers.
Ob Verkehrsunfall, Bergrettung oder Schlaganfall – die Notfallsituationen sind ebenso zahlreich wie die Einsätze: 2013 ist Christoph-1 insgesamt 1.480 mal in die Luft gegangen. Der Hubschrauber mit seiner vier Personen starken Notfallcrew ist technisch wie auch medizinisch hochwertig ausgestattet. Die fliegenden Notärzte sind Chirurgen, Anästhesisten und Internisten aus dem Klinikum Harlaching, die Rettungsassistenten stammen von der Berufsfeuerwehr München. Die zuständige Rettungsleitstelle ist die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr München.
Um kurzfristige Informationen der Bordbesatzung optimal zu koordinieren, nutzt die Luftrettungsstation Christoph 1 den Kurznachrichtendienst SMS. Diese Nachrichten kann sie nun dank Retarus Web Express wesentlich einfacher, schneller und effizienter versenden.
Wie wichtig dies ist, zeigt allein schon der Aufwand: Koordiniert werden müssen neben drei Piloten und 25 Ärzten auch sechs Rettungsassistenten, verantwortlich für medizinische Ausrüstung, Medikamente und Dokumentationen, sowie drei Bordtechniker, die für die Technik des Hubschraubers zuständig sind und die Rettungswinde bedienen müssen. Die Information von Pilot, Notarzt, Rettungsassistent und Bordtechniker über bevorstehende Ereignisse rund um die Luftrettungsstation, wie etwa bei Änderungen des Dienstplans, findet überwiegend per SMS statt.
Insbesondere bei plötzlichen Ausfällen, wie durch Krankheit oder Nicht-Erreichbarkeit innerhalb des Rettungsteams, muss schnell reagiert werden, damit die Einsatzbereitschaft von Christoph 1 gewährleistet ist. Ist beispielsweise ein Arzt nicht erreichbar, werden alle in der Datenbank gespeicherten Ärzte per SMS über den Ausfall informiert und gleichzeitig als Ersatz angefragt.
Ein Problem war bislang die dezentrale Datenhaltung auf mehreren Systemen. Dies führte oft zu ungleichen Datensätzen und damit zu einem erhöhten Pflegeaufwand. Alle Adressbestände, insbesondere Mobilfunknummern, mussten sowohl auf mobilen Endgeräten als auch auf dem System in der Luftrettungsstation Harlaching synchron gehalten werden, damit es zu keinen Verzögerungen bei Personalplanung und damit zu einer Gefährdung der Einsatzbereitschaft kam.
Dank Web Express werden die Kommunikations- und Informationszeiten nun verkürzt und SMS-Kurzmitteilungen sekundenschnell und zuverlässig versendet. Dabei sind für die Luftrettungsstation Harlaching zwei Funktionen entscheidend: Die synchrone Datenhaltung sorgt dafür, dass alle zur Personalplanung notwendigen Daten nun zentral auf der Kommunikationsplattform hinterlegt sind. Änderungen an Datensätzen sind sofort auf allen mit Web Express verbundenen Geräten sichtbar. Die mobile Personalplanung kann zudem die notwendigen SMS-Nachrichten bequem und schnell von jedem Desktop, Notebook, Tablet oder Smartphone aus über die Retarus Messaging Cloud in alle Mobilfunknetze versenden.
Der Koordinator und Leiter des Rettungsdienstpersonals, Roland Gebhardt, ist nun stets in der Lage, unabhängig von Ort und Zeit die Einsatzbereitschaft eines Notfallteams von Christoph 1 viel schneller und einfacher zu koordinieren. Die Zeitersparnis hilft ihm, „im Ernstfall noch effektiver unser hochgestecktes Ziel zu erreichen, die Rettung von Menschenleben“.
Bildquelle: Luftrettungsstation Christoph 1