Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe: Will die verschiedenen IT-Systeme des Bundes und der Länder zu einer föderalen IT-Infrastruktur zusammenführen
Der scheidende Vorsitzende des IT-Planungsrats, Ministerialdirektor Dr. Herbert Zinell: „Die steigende Anzahl an Sicherheitsvorfällen macht das Arbeiten im Verbund immer bedeutsamer.“
Der IT-Planungsrat ist das oberste Gremium von Bund und Ländern für die Steuerung der Informationstechnik des Staates. In diesem Jahr hat der IT-Planungsrat unter dem Vorsitz des Landes Baden-Württemberg u.a. die Umsetzung der nationalen E-Government-Strategie in deutschen Behörden vorangetrieben. Aufgebaut wird dabei auf schon länger laufenden Projekten, wie dem neuen Personalausweis, der einheitlichen Behördennummer 115 und „De-Mail“.
Der scheidende Vorsitzende des IT-Planungsrats, Ministerialdirektor Dr. Herbert Zinell, Amtschef des Innenministeriums Baden-Württemberg, will mit diesen Projekten allen Behörden, aber auch Städte, Gemeinden und Kreise helfen, „ihre IT-Nutzung sicherer und wirtschaftlicher gestalten.“
Die IT-Beauftragte der Bundesregierung will diese Arbeiten konsequent fortführen. „Bund und Länder werden unter Steuerung durch den IT-Planungsrat die verschiedenen IT-Systeme zu einer föderalen IT-Infrastruktur zusammenführen“, so Rogall-Grothe. „Wichtige Entscheidungen zur IT-Harmonisierung sind bereits getroffen.“
Ein Schwerpunkt dabei ist die IT-Sicherheit; bereits im Oktober 2011 wurde daher bereits ein Konzept für eine Leitlinie Informationssicherheit verabschiedet, die auch verbindliche IT-Sicherheitsstandards enthalten soll, so Zinell: „Die steigende Anzahl an Sicherheitsvorfällen macht das Arbeiten im Verbund immer bedeutsamer. Die Errichtung eines gemeinsamen Warn- und Informationsdienstes, an dem wir intensiv arbeiten, ist eine wichtige Maßnahme.“
Die nächste Sitzung des IT-Planungsrates findet am 8. März auf der Cebit in Hannover statt. Um den europäischen Austausch zu befördern, soll der IT-Planungsrat im kommenden Jahr unter anderem in Brüssel tagen, so Rogall-Grothe: „Die Zusammenarbeit in Europa wird auch in der IT immer wichtiger. Wir sind bereits jetzt vielfach grenzüberschreitend vernetzt. Dies muss sich auch durch eine angemessene Koordinierung und Harmonisierung unserer IT-Landschaften nicht nur über föderale, sondern – in angemessenem Umfang – auch über nationale Grenzen hinweg ausdrücken.“
Bildquelle: Bundesministerium des Innern