22.08.2017 Dr. Ralf Ester folgt auf Firmengründer Georg Hodapp

Wechsel im Aufsichtsrat der Libelle AG

Von: Berthold Wesseler

Bei der Stuttgarter Libelle AG hat Dr. Ralf Ester (53) am 1. Juli den Aufsichtsratsvorsitzenden Georg Hodapp abgelöst. Hodapp, der sein Amt aus privaten Gründen und auf eigenen Wunsch zum 30. Juni niederlegte, ist Mitgründer des 1994 gegründeten Softwarespezialisten für Disaster Recovery & Hochverfügbarkeit, war langjähriger Geschäftsführer und seit acht Jahren Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Dr. Ralf Ester ist seit Anfang Juli neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Libelle AG.

Dr. Ralf Ester ist seit Juli neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Libelle AG.

„Georg Hodapp ist nicht nur ein Gründer der Libelle AG, sondern eine wichtige Integrationsfigur für das Unternehmen“, sagte Lars Albrecht, Vorstandsvorsitzender der Libelle AG. „Seinen Wunsch, den Ruhestand zu genießen, verstehen wir – und wünschen ihm dafür alles erdenklich Gute.“ Dem Vorstand gehören neben Albrecht die beiden weiteren Firmengründer Hans-Joachim Krüger und Jürgen Zipf an.

Dr. Ralf Ester stößt neu zur Libelle AG. Nach seinem Ingenieur- und Betriebswirtschafts-Studium war er über 25 Jahre lang als Geschäftsführer und Managementberater bei der Droege Group, bei IDS Scheer und beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA tätig. Hauptfokus der Tätigkeiten waren Gründung, profitables Wachstum und damit Wertsteigerung von IT-/Technologie-Unternehmen sowie Wertsteigerung durch den Einsatz von Informationstechnologie und Digitalisierung bei einer Vielzahl internationaler Kunden. Anfang 2017 gründete er die EVC P GmbH, die seit dem 28. Juni 2017 im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart registriert ist.

Wer ist die Libelle AG?

Die Libelle AG ist weltweit aktiv und hat Tochtergesellschaften in Frankreich und in den USA. Support, Vertrieb sowie Softwareentwicklung finden am Standort Stuttgart statt. Über das Vertriebspartnernetz werden mehr als 1.000 Installationen bei rund 250 Kunden betreut, heißt es auf der Homepage.

Libelle implementiert das Verfahren der zeitversetzten Spiegelung von Datenbanken oder Dateisystemen. Zum Einsatz kommt dabei ein Zwischenspeicher, Trichter genannt, der alle Transaktionen eines definierbaren Zeitraumes speichert, die auf einer Datenbank oder in einem Dateisystem anfallen. Physisch befindet sich der Trichter auf dem Spiegelsystem, damit beim Ausfall des Rechenzentrums der Spiegel selbst und die Transaktionen im Trichter zugänglich sind.

Zeitversetzte Spiegelung von Datenbanken

Im Falle einer Störung wird bei den Libelle-Lösungen auf das Spiegelsystem umgeschaltet. Doch statt das System im Falle eines Problems wie z. B. der Datenintegrität mit fehlerhaften Daten weiterarbeiten zu lassen, werden nur gültige Transaktionen – bis zu einem Zeitpunkt vor der Datenkorruption – in den Spiegel eingelesen.

Dieses Verfahren bietet zahlreiche Vorteile gegenüber Hardware-basierenden Schutzmechanismen wie RAID und Snapshots, die lediglich den momentanen Datenbestand auf einen Spiegel kopieren, also auch logische Fehler wie eine zerstörte oder fehlerhafte Datenbank-Tabelle spiegeln.

Gegenüber Backups bietet das Libelle-Verfahren den Vorteil der kürzeren Wiederherstellungszeit. Außerdem entfallen aufwendige manuelle Prozeduren zur Prüfung der Datenintegrität, so dass die Lösung auch durch Nicht-Administratoren bedienbar ist.

Bildquelle: Libelle AG

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