06.08.2017 Cybele verbessert HTML5-basierte Terminalemulation

z/Scope Anywhere 8

Von: Berthold Wesseler

Klassische Terminalanwendungen auf irgendeinem Host über einen HTML5-kompatiblen Browser auf einem beliebigen Endgerät nutzen: Das ist die Idee der US-Firma Cybele Software bei der Emulationssoftware z/Scope Anywhere, die seit Anfang August im neuen Release 8 erhältlich ist. z/Scope Anywhere unterstützt neben dem Zugriff via TN5250E auf den Midrange-Host auch die Protokolle TN3270E, VT100, VT220, VT320, VT420, Secure Shell (SSH1, SSH2) sowie SFTP.

Die Startseite der Terminalemulation z/Scope Anywhere.

Die Startseite der Terminalemulation z/Scope Anywhere.

Der neue Web-Client für die Terminalemulation arbeitet sowohl mit Touch Screens als auch mit Virtuellen Tastaturen, was insbesondere die Bedienung am Smartphone oder Tablet vereinfacht. Er hat auch zusätzliche Features erhalten, wie zum Beispiel die integrierten Druckeremulationen TN3287 und TN3812, erweiterte Integrations-Optionen (z.B. One Time URL, mehrere Authentifizierungsmöglichkeiten und ein Javascript-Interface) sowie Verbesserungen am komplett neu gestalteten User-Interface.

Sicherheit wird groß geschrieben

Der Hersteller hebt explizit die Sicherheit beim Zugriff hervor, aber auch die relativ einfache Administration. z/Scope Anywhere arbeitet seit jeher mit verschlüsselten Verbindungen (128 Bit Schlüssel). Unterstützt werden die aus Sicherheitsüberlegungen wichtigen Protokolle „Transport Layer Security“ (TLS) und Secure-Shell-Version 2 (SSH2), aber auch geschützte FTP-Verbindungen für Datentransfers mit dem „SSH File Transfer Protocol“ (SFTP). Obwohl nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik, werden auch noch einige ältere Security-Protokolle (wie etwa SSH1, SSL2 oder SSL3) unterstützt, da diese in der Praxis noch eine gewisse Verbreitung haben.

Damit der User wie gewohnt zwischen verschiedenen aktiven Sessions navigieren kann, wurde die bisherige Navigation als Klassik-Modus beibehalten. Neu hinzu gekommen ist der Display-Modus „Cover Flow“, mit dem der User schnell und einfach visuell durch die Verbindungen „blättern“ kann. Ebenfalls neu sind der Gallerie-Modus (mit Vorschaubildern der Sessions) sowie ein Grid-Modus, bei dem die Sessions an einem Raster ausgerichtet angezeigt werden. Zusätzlich können auch Browser-Tabs für das Management verschiedener Verbindungen zu Host-Systemen genutzt werden. Das erhöht den Bedienkomfort bei der Arbeit mit mehreren Sessions gleichzeitig.

 

One-Time URL für temporäre Nutzer

Authentifizieren kann man sich bei Version 8 per Single Sign-On (SSO), klassischen Logon, OAuth/2 (Google, Facebook, etc.) oder Radius. Neue sind anonyme Zugriffsverbindungen über das Generieren einer One-Time URL (OTURL); so lässt sich der Login-Prozess für den Eigentümer dieser URL vermeiden, während Standard-User sich nach wie vor einloggen müssen. Diese URLs verlieren nach der Nutzung oder nach einer festgelegten Zeit ihre Gültigkeit, was die Bereitstellung eines temporären Zugriffs wesentlich vereinfacht.

z/Scope Anywhere erfordert einen Server mit Windows-Betriebssystem; für Skalierung und Lastausgleich sind zusätzlich ein oder mehrere Gateway-Server unter Windows möglich. Jeder Client-Recher erfordert einen HTML5-kompatiblen Web-Browser wie Microsoft Edge, IE10/11, Safari, Opera, Chrome oder Firefox. Dabei kann der Zugriff von Windows-, Mac- oder Linux-Desktops und Notebooks erfolgen (inklusive Chromebooks), aber auch von Geräten wie Tablets oder Smartphones. Dann ist der Zugriff auf Host-Systeme wie Mainframes, Power System i (AS/400) oder Unix-Server möglich – und das auch gleichzeitig.

z/Scope Anywhere 8 wird für Concurrent-User lizenziert; der Einstieg in die Preisliste liegt bei 80 Dollar. In diesem Preis enthalten sind eine unbefristete Lizenz sowie Support und Updates für ein Jahr.

Bildquelle: Cybele Software

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