DaaS-Konzept

5 Tipps für den Desktop aus der Wolke

Hinter dem Schlagwort Desktop as a Service (DaaS) verbirgt sich zunächst nichts anderes als die direkte Bereitstellung von Desktops aus der Cloud. Der Ansatz ermöglicht es Unternehmen, ihre virtuellen Arbeitsplätze „schlüsselfertig” von einem externen Anbieter zu beziehen und ihren Mitarbeitern bereitzustellen.

Clouds, Bildquelle: Thinkstock/iStock

Ein gutes DaaS-Projekt beginnt mit der sorgfältigen Wahl des richtigen Providers.

So hat beispielsweise ein reisender Manager stets seinen kompletten Arbeitsplatz zur Verfügung, ebenso der Vertriebsmitarbeiter im Außendienst oder der freiberufliche Berater. Das DaaS-Konzept kann für diese Szenarien interessant sein. Eine Analyse der eigenen Anforderungen ist vorab sinnvoll. Die folgenden Punkte sollten bei einem DaaS-Projekt beachtet werden:

1. Die richtige DaaS-Lösung finden
Ein gutes DaaS-Projekt beginnt mit der sorgfältigen Wahl des richtigen Providers. Für die meisten Branchen ist das derjenige Anbieter, der sich auf den Markt des jeweiligen Unternehmens spezialisiert hat und dessen Bedürfnisse genauestens kennt. Die folgenden Punkte können Grundlage einer „Checkliste“ sein:

  • Unterstützt der Anbieter personalisierte und mobile Desktops speziell für die eigene Branche? Lassen sich bestehende Daten integrieren?
  • Müssen alle vorhandenen Daten in die Public Cloud des Anbieters abgelegt werden? Wenn ja, erfüllt der Anbieter die eigenen Compliance-Vorgaben?
  • Besteht die Möglichkeit, im Vorfeld mit Bestandskunden des Anbieters zu sprechen?

2. Preismodelle vergleichen
Wer sich im nächsten Schritt auf die Suche nach den DaaS-Preismodellen macht, wird feststellen, dass einzelne Anbieter und Cloud Provider entsprechende Services schon für kleine Summen anbieten. Häufig handelt es sich bei derartigen Preisen jedoch lediglich um einen „leeren“ Standarddesktop. Das heißt, mitunter wichtige Anwendungen und Funktionen sind nicht enthalten und schlagen extra zu Buche. Doch in bestimmten Branchen wie dem Gesundheitsbereich, der Finanzbranche oder auch im Maschinenbau sind spezialisierte Programme und abgesicherte Zugänge unerlässlich, um mit einem Desktop überhaupt produktiv arbeiten zu können. Ein zweiter Blick auf die Preisstrukturen der Anbieter kann sich also auszahlen. Neben fehlenden Businessanwendungen sind in scheinbar günstigen Angeboten häufig auch die Kosten für das Speichern oder Übertragen von Daten nicht inklusive. Auch für Sicherheitsfunktionen fallen oft zusätzliche Gebühren an. Gleiches gilt für den Support.

3. Begrifflichkeiten klären
Ein gängiger Fehler bei der Planung von IT-Projekten besteht darin, dass Beteiligte verschiedene Vorstellungen von bestimmten Technologien haben oder ihre Definitionen weit auseinandergehen. Daher muss möglichst zu Beginn eine klare Abgrenzung der Begrifflichkeiten vorgenommen werden. In diesem Fall sollte daher allen klar sein: VDI (Virtual Desktop Infrastructure) und DaaS sind nicht das gleiche. Auch wenn die Abgrenzung oft nicht leichtfällt: Bei VDI handelt sich um die Bereitstellung von virtuellen Desktops aus dem firmeneigenen Rechenzentrum – auch wenn dabei im Hintergrund auf Public oder Private Clouds zurückgegriffen wird. Mit DaaS hingegen werden Desktops „on demand“ direkt von einem externen Anbieter bereitgestellt. Trotz seines Namens sollte die Definition DaaS dabei aber nicht nur den Desktop selbst umfassen.

4. Auf Standards setzen
Eine weitere wichtige Voraussetzung, um ein DaaS-Projekt zügig umzusetzen, liegt in der frühzeitigen Standardisierung der Desktop­umgebung. Hat ein Unternehmen bereits vor Projektstart damit begonnen, das Management und den Betrieb seiner Arbeitsumgebungen zu vereinheitlichen, bringt dies im weiteren Verlauf erhebliche Erleichterungen mit sich. Es sollte z.B. genau de­finiert sein, welche Software und Tools bestimmte Benutzergruppen für ihre Aufgaben benötigen.

5. In die Mobilstrategie einbetten
Egal ob nun DaaS, VDI, Anwendungs- oder Desktopvirtualisierung: Wichtig ist, dass das Projekt in eine übergeordnete Mobilstrategie eingebettet ist. Hinter der virtuellen Bereitstellung von Desktops sollte immer ein schlüssiges und vollständiges Enterprise Mobility Management (EMM) stehen. Dieses beinhaltet im Idealfall etwa ein zusätzliches Mobile Device Management (MDM), also die professionelle Verwaltung der verschiedenen Endgeräte. Denn der Trend hin zu individuellen Endgeräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen steht gerade erst am Anfang. Ein neu eingeführtes EMM sollte den wachsenden Anforderungen gerecht werden. Auf diese Weise leistet eine heute eingeführte Lösung auch mittel- bis langfristig noch wertvolle Dienste.

Quelle: Citrix

 

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