Kosten sind nicht alles

Agilität spricht für das Outsourcing

Ende September stellte der Cloud-Spezialist Savvis die Ergebnisse seiner globalen IT-Outsourcing-Studie vor.

Donald Badoux, Savvis Deutschland

Donald Badoux, Geschäftsführer von Savvis Deutschland

Die IT-Entscheidungsträger in deutschen Unternehmen erwarten einen zunehmenden Anstieg des IT-Infrastruktur-Outsourcings. Zu diesem Ergebnis kommt Savvis, ein Unternehmen von Centurylink, in seinem „IT Leadership Report“, einer jährlich durchgeführten Studie zu IT-Outsourcing. Aktuell betreiben noch 67 Prozent der befragten Unternehmen die Mehrheit ihrer IT-Infrastruktur inhouse, aber nur 34 Prozent gehen davon aus, dass dies auch in den nächsten zwölf Monaten so bleibt. Und gerade mal 17 Prozent sind der Meinung, dass sie auch in zwei Jahren noch immer die Mehrheit ihrer IT-Infrastruktur selbst betreuen.
 
Die Studie will einen globalen Ausblick auf die Trends im IT-Outsourcing geben – und zwar für ausgewählte Branchen wie Finanzdienstleister, Medien und Unterhaltung, Einzelhandel, Gesundheitswesen, Software sowie Automotive. Da Savvis im Mai dieses Jahres mit einem eigenen Rechenzentrum in Frankfurt/Main auf dem deutschen Markt gestartet ist, wurden in diesem Jahr erstmals auch hiesige IT-Entscheider befragt. Generell wurde die Untersuchung in sechs Industrieregionen durchgeführt: Neben Deutschland wurden auch Entscheidungsträger in den USA, Großbritannien, Japan, Hongkong und Singapur befragt.
 
Eine zentrale Erkenntnis: Laut Studie wird das Outsourcing von IT-Infrastruktur auch für deutsche Unternehmen immer attraktiver. Zu den drei wichtigsten Vorteilen von IT-Outsoucing (unter Verwendung eines Utility Based Models) zählen 45 Prozent der deutschen Befragten vor allem die höhere Sicherheit; immerhin 32 Prozent betrachten die Skalierbarkeit und Flexibilität der Infrastruktur und der gleiche Prozentsatz der Befragten, eine verbesserte Servicequalität (QoS).

Realistisch Kosten sparen

Obwohl mit lediglich 22 Prozent deutsche CIOs neben ihren amerikanischen Kollegen am wenigsten von Budgetrestriktionen betroffen sind, zeigt sich laut Studie auch hierzulande der Aspekt der Kosteneinsparung erneut als entscheidend für das Outsourcing der IT-Infrastruktur. Immerhin erwartet man davon im Durchschnitt Einsparung von ganzen 25 Prozent der IT-Ausgaben. Die Software- und Finanzbranche erwarten mit 30 respektive 26,45 Prozent dabei die höchsten Einsparungen. Die Erfahrungen zeigen, dass diese Erwartungen durchaus realistisch sind: „Abhängig von der IT-Outsourcing-Lösung können die Einsparungen sogar noch höher ausfallen“, erklärt Donald Badoux, Geschäftsführer von Savvis Deutschland.
 
Mit 43 Prozent lagern deutsche Unternehmen gemäß der Untersuchung derzeit am häufigsten die Website-Infrastruktur aus. An zweiter Stelle folgen die Bereiche Backup und Disaster Recovery, die von 39 Prozent der befragten Unternehmen nicht mehr selbst betrieben werden. Immerhin 38 Prozent der Befragten haben den Bereich Test und Entwicklung bereits ausgelagert. Zudem wurde in der Studie auch nach Bereichen gefragt, die derzeit noch inhouse betrieben werden, aber nach Meinung der Befragten ausgelagert werden sollten: Am häufigsten genannt wurden in diesem Zusammenhang die Bereiche E-Commerce mit 40 Prozent, sowie mit jeweils 38 Prozent der benötigte Platzbedarf im Rechenzentrum und Big-Data-Analysen.
 
www.savvis.de
 


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