Systemmanagement und Cloud Computing

Automatisierung als Fundament

Damit Cloud Computing sein Potential entfalten kann, müssen IT-Systeme, Netzwerkkomponenten und Services aufeinander abgestimmt sein. Das setzt ein IT-Systemmanagement voraus, bei dem ein Großteil der Managementprozesse automatisch abläuft.

Zu den IT-Diensten, die Unternehmen typischerweise über eine Cloud beziehen, zählen Office-Pakete, CRM-Lösungen, Sicherheitsdienste oder E-Mail-Services. Beliebt sind zudem Rechen- und Speicherkapazitäten sowie Services für Backup und Disaster Recovery. Ebenfalls als Software as a Service verfügbar sind IT-Systemmanagement-Tools wie Kaseya. Dabei spielen bei cloud-basierten Diensten folgende Technologien eine zentrale Rolle: neue Verfahren beim Zugriff auf Daten und Anwendungen, automatisiertes Systemmanagement, leistungsfähigere IT-Managementwerkzeuge, die wachsende Bedeutung von Apps sowie die Sicherheit.
 
Bislang griffen User vor allem über Terminals, Arbeitsplatzrechner und Notebooks auf Anwendungen und Daten im Firmennetz zu. Jetzt nutzen Anwender dazu verstärkt mobile Systeme wie Smartphones und Tablet-Rechner. Die IT-Abteilung muss daher eine wachsende Zahl unterschiedlicher Hardware-Plattformen und Betriebssysteme verwalten.

Alle Systeme in den Griff bekommen

Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter möchte sein neues Smartphone im Unternehmen einsetzen. Das Mobiltelefon muss daher in das Firmennetz eingebunden werden. Das erfolgt im Idealfall mithilfe einer Managementlösung, die ein Modul für das Mobile Device Management bereitstellt. Es identifiziert das Smartphone automatisch als neues System im Firmennetzwerk und stattet es auf Basis des User-Profils des Mitarbeiters mit den entsprechenden Anwendungen und Zugriffsrechten aus. Der Vorteil einer solchen Lösung: Die IT-Abteilung kann über dieselbe Managementplattform alle Systeme im Netzwerk verwalten.

Die Integration von Endgeräten in eine Cloud-Computing-Umgebung läuft im Idealfall weitgehend automatisch ab. Der Administrator sollte nur in Ausnahmefällen Hand anlegen müssen. Zu den Funktionen, die automatisch umgesetzt werden, zählen das Aufspielen von Regelwerken („Policies“) und Konfigurationseinstellungen (E-Mail, Internetzugang, Sicherheitsfunktionen wie Firewalls) für einzelne Nutzer und User-Gruppen auf Endgeräte, ebenso Zugriffsrechte für Verzeichnisse, Dateien und Anwendungen.
 
Auch die Verwaltung von Servern und Netzwerksystemen sollte sich automatisieren lassen. Je weniger Routineaufgaben eine IT-Abteilung von Hand erledigen muss, desto mehr Zeit bleibt für strategische IT-Projekte. Eine Befragung von IT-Fachleuten durch Kaseya ergab, dass die Mehrzahl durch Routinetätigkeiten wie das Einspielen von Software-Updates und die Wartung der IT-Umgebung komplett ausgelastet ist. Nur 24 Prozent der Befragten setzen eine Systemmanagementplattform ein, die solche Aufgaben automatisch abwickelt. Die Konsequenz ist, dass die IT-Abteilungen von Unternehmen etwa zehn Arbeitsstunden in der Woche für Routinejobs aufwenden müssen. Das kostet bis zu 40.000 Euro pro Jahr. Eine Hilfe sind Systemmanagementlösungen, die vorgefertigte Scripts anbieten und somit Standardaufgaben automatisieren, etwa das Configuration Management und Monitoring von Servern.
 
Zudem fallen in einer Cloud-Umgebung spezielle Aufgaben an wie das Monitoring von virtualisierten IT-Ressourcen und der dazugehörigen Hardware. Mit einem Tool wie dem Kaseya VMware Performance Monitor lassen sich Leistungsengpässe bei Servern und Virtual Machines vermeiden. Die Lösung überwacht die Hardware, auf der Virtual Machines laufen, informiert den Administrator, wenn es „eng“ wird und leitet gegebenenfalls automatisch Gegenmaßnahmen ein.

Schlüsselfaktor Sicherheit

Ein wesentlicher Punkt bei Cloud Computing ist die Sicherheit von Daten und Anwendungen – sowohl in der Public als auch Private Cloud. Wichtig ist, dass nur autorisierte Nutzer Zugang zu den cloud-basierten IT-Ressourcen haben. Das setzt Tools voraus, die den Nutzer authentifizieren, die Datenübertragung absichern, etwa mittels Verschlüsselung, und IT-Systeme vor Angriffen schützen, etwa mithilfe von Trojanern durchführen. Weitere Sicherheitsfunktionen, die ein Systemmanagement in Cloud-Computing-Umgebungen aufweisen sollte, sind:

Endpoint Security, inklusive Malware-Schutz und der Option, Sicherheitsregeln für Endgeräte festzulegen und umzusetzen,

Patch- und Policy-Management mit der Option, Patches automatisch auf Servern und Endgeräten aller Art einzuspielen und Compliance-Vorgaben umzusetzen. Entsprechende Regeln sollten sich individuell für Abteilungen, IT-Systeme und Plattformen definieren lassen.

Datensicherung und Restore: Auch das Sichern von Systemumgebungen und Anwendungsdaten ist Teil einer Sicherheitsstrategie. Im Bereich Cloud Computing heißt dies, dass zentrale Backup- und Restore-Funktionen für Endgeräte zur Verfügung stehen sollten, über die User auf Cloud-Computing-Dienste zugreifen. Gleiches gilt für Server und Storage-Systeme, über die Cloud-Services bereitgestellt werden.

Audit Trails: Speziell bei Public-Cloud-Services ist es unabdingbar, dass sich Kunden selbst ein Bild von den Sicherheitsmaßnahmen des Cloud-Service Providers machen können. Dies lässt sich mithilfe von Audit Trails erreichen. In ihnen sind die Aktivitäten von Cloud-Systemverwaltern und Usern festgehalten.
 
Bildquelle: Calk/Pixelio.de

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