Das Tagesgeschäft wird immer stärker von Projekten beeinflusst. Doch Projektarbeit will gelernt sein. Fehlendes Know-how der Mitarbeiter, hoher Zeitdruck und Projekte, die ihre Frist schon lange überschritten haben, sind an der Tagesordnung. Um diese Lücken zu schließen, wird häufig externe Unterstützung hinzugezogen. Der Einkauf von Beratungsleistungen oder gar das Outsourcing bestimmter Bereiche ist heute allgegenwärtig. Doch auch hier sind Entscheidungen zu treffen, die über den Erfolg oder Misserfolg des Projekts entscheiden können. Welcher Anbieter kann die Anforderungen frist- und anforderungsgerecht umsetzen? Welches Preismodell wählt man? Was verspricht die besten Resultate mit einem minimalen Risiko? Gerade bei Langzeitprojekten ist das oft schwer abzuschätzen.
Es stellt sich die Frage, wie ein Modell aussehen muss, das optimale Rahmenbedingungen für eine strukturierte Abwicklung von Projekten aus verschiedensten Bereichen, mit unterschiedlichster Komplexität und spezifischen Anforderungen bietet. Ein Modell, das größere Transparenz über Budget und Aufwand eines Projektes zulässt und gleichzeitig eine flexible Planbarkeit und einen kalkulierbaren Kostenrahmen ermöglicht. Diese Methode müsste die Vorteile von „Time & Material“- und Festpreisansätzen vereinen und zugleich Risiken minimieren.
Eine Lösung findet sich in einer Methode, die es Unternehmen ermöglicht, Beratungsleistungen nach eigenen Wünschen zu gestalten und definierte Lieferleistungen zu einem bestimmten Preis zu erhalten. Zentraler Bestandteil ist ein detaillierter Leistungskatalog. Um diesen zu entwickeln, müssen verschiedene Schritte durchlaufen werden. Es gilt zu betrachten:
In dem darauf aufbauenden Leistungskatalog werden alle Einzelleistungen mit den jeweiligen Preisen abgebildet. Dieser muss an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Zulieferleistungen werden bis ins Detail beschrieben, gewünschte Endergebnisse dokumentiert sowie Ergebnistypen und Abnahmekriterien definiert.
Der operative Einsatz des Kataloges ist mit einem Kreislaufsystem vergleichbar, zu dessen Beginn die Projektidee steht. Das potentielle Projekt wird anhand spezifischer Kriterien einem Komplexitätsgrad, wie leicht, mittel oder schwer, zugeordnet und anhand dieser Kategorie werden anschließend die nötigen Leistungen aus dem Katalog ausgewählt und in Auftrag gegeben. Verhandlungen mit dem Einkauf sind in diesem Schritt nicht mehr notwendig, da bereits bei Katalogerstellung Preise und Umfang der Leistungen festgelegt wurden. Der Anbieter kann anhand der detaillierten Beschreibungen genau auf die Anforderungen des Unternehmens reagieren und die benötigten Leistungen erbringen. Diese werden von dem Unternehmen abgenommen und verifiziert, um letztlich einen erfolgreichen Projektabschluss zu gewährleisten.
Ähnlich wie bei einem Warenkorb, kann sich das Unternehmen so die Bausteine seines Beratungspakets zusammenstellen. Das bedeutet, dass eine freie Planungsmöglichkeit der Ressourcen besteht. Stellt man fest, dass für eine bestimmte Projektphase die Inhouse-Ressourcen nicht ausreichen, so können diese über den Leistungskatalog für einen bestimmten Zeitraum „hinzugebucht“ werden. Das Unternehmen kann das Projekt also nach den eigenen Vorstellungen und Rahmenbedingungen abwickeln, während der Dienstleister eine spezifische Vorgabe hat, welche Services er in welchem Umfang zu erbringen hat.
Diese Vorgehensweise, wie sie beispielsweise der IT-Dienstleister Logica anbietet, schafft Transparenz über laufende Prozesse und gewährleistet Flexibilität und Gestaltungsfreiheit im Projektablauf sowie juristische Sicherheit. Zudem wird durch die Ergebnisorientierung eine Kostenkontrolle gewährleistet. Der katalogbasierte Bestellprozess von Lieferleistungen schafft Zeitersparnis, da Preisverhandlungen für Einzelprojekte entfallen. Dies sorgt für einen verhältnismäßig schnellen Projektstart und gewährleistet Kostentransparenz über alle Projektphasen hinweg. Letztlich führt dies zu einer höheren Projekterfolgsquote.
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