Deutsches Internet-Institut

Berlin erhält den Zuschlag

Das „Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ kommt nach Berlin.

Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft

Das neue "Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ kommt nach Berlin.

Die Hauptstadt hat die Nase vorne: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gab vergangenen Dienstag die Entscheidung für den Standort des Instituts bekannt, das als „Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ die Wechselwirkungen von Digitalisierung und Gesellschaft erforschen soll.

Hinter dem Antrag aus Berlin und Brandenburg steht ein Konsortium von sieben Einrichtungen, die sich bei einem bundesweiten Wettbewerb gemeinsam für das Internet-Institut beworben haben. Der vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) koordinierte Verbund umfasst neben dem WZB die vier Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Universität der Künste Berlin und Technische Universität Berlin – sowie die Universität Potsdam und das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus). „Ganz im Sinne des digitalen Pioniers Joseph Weizenbaum rücken wir gesellschaftliche Fragen in den Mittelpunkt unserer Forschung über die fortschreitende Technisierung der Welt. Es freut uns sehr, dass dieser Ansatz und die enge Zusammenarbeit vieler Berliner und Brandenburger Einrichtungen überzeugen konnten. Wir freuen uns auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forscherinnen und Forschern“, sagt Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, betont in diesem Zusammenhang:  Zusammen mit dem Einstein Center Digital Future bildet das deutsche Internet-Institut einen Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Berlin.“

Interdisziplinäre Ausrichtung

Der interdisziplinäre Ansatz des Berlin-Brandenburger Verbundprojekts schlägt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums wie auch in dessen Forschungsagenda nieder, die u.a. wirtschafts-, sozial- und politikwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche sowie informatische und gestalterische Ansätze systematisch miteinander verknüpfen will.

Der Berliner Senat stellt ein Gebäude in Berlin für das Institut zur Verfügung, die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg unterstützen die Einrichtung außerdem langfristig durch insgesamt fünf neue Professuren für die beteiligten Universitäten.

Nach einer Vorrunde waren neben Berlin auch München, Bochum, Karlsruhe und Hannover zur Vollantragstellung aufgefordert. Die Träger des neuen Instituts wollen künftig bundesweit mit allen Instituten und Hochschulen zusammenarbeiten, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, und suchen auch die Vernetzung mit Kooperationspartnern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Medien. Das BMBF fördert das Institut in den ersten fünf Jahren mit 50 Millionen Euro.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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