Nachgefragt bei Holger Reisinger, Jabra

Bessere Ergonomie dank Headsets

Interview mit Holger Reisinger, Vice President Global Marketing, Products and Alliances bei Jabra Business

Holger Reisinger, Jabra Business

Holger Reisinger, Vice President bei Jabra Business

IT-DIRECTOR: Herr Reisinger, welchen Stellenwert besitzt die telefonische Kommunikation in deutschen Großunternehmen aktuell im Vergleich zu anderen Kanälen wie E-Mail, Instant Messaging oder sozialen Netzwerken?
H. Reisinger:
Sprache ist und bleibt die sicherste und wirksamste Art zu kommunizieren. Nur sie vermittelt mit feinen Nuancen Stimmungen unmittelbar, gibt mit Sprachmelodien Gefühle wieder, überzeugt den Gesprächspartner und hilft, Missverständnisse schnell aus dem Weg räumen. Sollen Botschaften präzise und verlustfrei beim Gegenüber ankommen, ist die telefonische Kommunikation die erste Wahl.

IT-DIRECTOR: Blickt man auf aktuelle UC-Projekte – auf welche Art und Weise telefonieren die Mitarbeiter bevorzugt: mit Software-UC-Client (Softclient) und Headset, mit klassischem oder schnurlosem IP-Telefon?
H. Reisinger:
Die IP-Telefonie beeinflusst und verändert die Art und Weise wie Mitarbeiter in Unternehmen arbeiten nachhaltig: Laut einer 2012 durchgeführten Umfrage von Jabra und dem Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan unter 302 internationalen Unternehmen haben 76 Prozent der Unternehmen bereits ihre Festnetztelefone durch Headsets ersetzt und nutzen somit die Vorteile PC-basierter Softphones, wie höhere Audioqualität und ergonomischeres Arbeiten mit freien Händen.

IT-DIRECTOR: Welche Vor- und Nachteile sprechen für die Nutzung von Headsets beziehungsweise von IP-Telefonen?
H. Reisinger:
Mit einer Kombination aus IP-Telefonen und professionellen Headsets lassen sich die Vorteile von UC-Lösungen optimal ausschöpfen: IP-Telefone helfen Kosten zu sparen, professionelle Headsets mit Wideband-Audioqualität bieten präzise Sprachwiedergabe, ohne störende Interferenzen.

IT-DIRECTOR: Wie wichtig ist den Anwenderunternehmen das Design der IP-Telefone? Wie wichtig die Ergonomie?
H. Reisinger:
IP-Telefone sollten funktional designt sein. Weitaus wichtiger jedoch ist die Ergonomie: Ein Hörer läuft dem Konzept des effizienteren und produktiveren Arbeitens mit UC zuwider, da sich Mitarbeiter mit dem Hörer zwischen Schulter und Ohr nicht unabhängig von ihrem Arbeitsplatz bewegen können. Headsets helfen dagegen Nacken und Schulterverspannungen bei Telefonaten zu vermeiden, indem sie Mitarbeiter ergonomisch telefonieren lassen.

IT-DIRECTOR: Wie ist es generell um die Sprachqualität bei Unified Communications bestellt? Welchen Einfluss haben die eingesetzten UC-Endgeräte auf die Sprachqualität?
H. Reisinger:
Infrastruktur und Frequenzband sind entscheidende Aspekte für die hohen Sprachqualität über UC. Professionelle Headsets machen den Unterschied: Hochwertige Modelle filtern Hintergrundlärm mit geräuschunterdrückenden Mikrofonen und übertragen Sprache im erweiterten Frequenzband präzise und verlustfrei.

IT-DIRECTOR: Welche Merkmale und Funktionalitäten sollten IP-Telefone für den Business-Einsatz auf jeden Fall aufweisen können? Auf welche Features können Anwender in der Regel eher verzichten?
H. Reisinger:
IP-Telefone sollten sich problemlos in bestehende Infrastrukturen integrieren lassen und mit Headset-Lösungen kompatibel sein. Professionelle Headsets sind mit den Schnittstellen aller herkömmlichen IP-Telefone und gängiger UC-Clients kompatibel.

IT-DIRECTOR: Über welche Zertifizierungen bzw. Standards sollten die UC-Endgeräte verfügen (z.B. Standardintegration zu UC-Softwarelösungen, EnergyStar, TCO Certified etc.)?
H. Reisinger:
Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit allen führenden UC-Anbietern zusammen und bieten ein umfassendes Portfolio UC-optimierter Headsets. Als Gründungsmitglied des Unified Communications Interoperability Forum (UCIF) tragen wir außerdem dazu bei, einheitliche Standards für umfassende Interoperabilität aktiv mitzugestalten. Natürlich erfüllen unsere Headsets auch die hohen Anforderungen des TCO-Gütesiegels für Ergonomie, Nutzerfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit.

IT-DIRECTOR: Betrachtet man die Investitionen in ein UC-Projekt – wie viele davon fallen auf die Beschaffung, Einführung und den Betrieb bzw. die Wartung der Softclients/Headphones bzw. IP-Telefone?
H. Reisinger:
Konkrete Zahlen liegen uns nicht vor, jedoch spielen hier verschiedene Kriterien eine Rolle: Anhand von Best-Practice-Beispielen lassen sich Parameter festlegen, wie sich UC-Projekte erfolgreich implementieren lassen. Kosten lassen sich auch reduzieren, indem man Mitarbeiter von Anfang an eng in den Implementierungsprozess einbindet und sie regelmäßig schult.

IT-DIRECTOR: Welche Unterschiede hinsichtlich der Anschaffungs- und Betriebs-/Wartungskosten gibt es zwischen Headset, klassischem oder schnurlosem IP-Telefon?
H. Reisinger:
Die Kosten variieren je nach Anforderungen und Budget. Vermeintlich günstigere Produkte entpuppen sich in punkto Sprachqualität, Nutzerkomfort und Haltbarkeit häufig als ungeeignet. Müssen Mitarbeiter im Büro auch unabhängig von ihrem Schreibtisch erreichbar sein, so sind schnurlose Headset-Lösungen ideal.

IT-DIRECTOR: Wie sieht die Lebensdauer von Headphones bzw. IP-Telefonen aus – insbesondere im Verhältnis zu anderen im Unternehmen vorhandenen Hardwarekomponenten?
H. Reisinger:
Wir legen großen Wert auf hochwertige und haltbare Materialien. In unserer BIZ-2400-Serie haben wir Chirurgenstahl, Goldkontakte und einen um 360 Grad drehbaren Mikrofonarm verbaut und konnten die Rücklaufquote nachhaltig senken. Unsere schnurlosen High-End-Modelle der Pro-9400-Serie sind zudem investitionssicher: Über ihren Touchscreen mit Farbdisplay lassen sich regelmäßig Software-Updates aufspielen, wodurch sie immer auf dem neuesten Stand sind.

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok