BS2000/OSD Mainframe Summit 2012

Bewährtes stetig besser machen

Welche Rolle werden Mainframes angesichts der dynamischen Entwicklung rund um Cloud Computing zukünftig spielen? Auf dem BS2000/OSD Mainframe Summit, der am 28. Juni in München stattfand, gab Fujitsu einen Ausblick auf Trends, technologische Weiterentwicklungen und die eigene Strategie.

Mainframe Summit, Bildquelle: Fujitsu

CIOs und Mainframe-Experten trafen sich auf dem Fujitsu BS2000/OSD Mainframe Summit 2012, um einen Blick hinter die Kulissen der Mainframe-Entwicklung zu werfen.

Die BS2000/OSD-Mainframe-Technologie wird kontinuierlich weiterentwickelt und für Fujitsu eine stabile Säule bleiben, das machte Marcel Schneider, Senior Vice President und Managing Director Cluster DACH, bereits in seiner Begrüßungsansprache deutlich. Der wachsenden Dynamik der IT-Welt begegnet der Anbieter nach seinen Worten mit einer Differenzierung des Geschäftsmodells. Während Cloud-Services im Bereich standardisierter Lösungen stetig an Bedeutung gewinnen, bleiben spezielle Geschäftsprozesse und Applikationen, so Marcel Schneider, auch in Zukunft ein prädestiniertes Anwendungsfeld für Mainframe-Technologie. „Mainframes stellen sich den wachsenden Herausforderungen an das Data Center mit Eigenschaften, die in Zeiten des Wandels besonders gefragt sind: hohe Performance, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Flexibilität“, erklärt Schneider.

Dass Mainframes dabei einen Vergleich mit Cloud-Diensten absolut nicht scheuen müssen, unterstrich Achim Dewor, Director Marketing BS2000/OSD Mainframes, in seinem Vortrag. „Eine Cloud ist eigentlich nicht anderes als eine extrem hochskalierbare, weltweit zugängliche, allzeit verfügbare, performante und zentral gemanagte Hardwareplattform. Manche nennen so etwas auch Mainframe“, so Dewor.

Betrieb ohne Operator

Wie bereits im Oktober 2011 angekündigt, hat Fujitsu sein Mainframe-Betriebssystem BS2000/OSD inzwischen umfangreich erneuert. Mit der ab sofort verfügbaren neuen Version 9.0 sollen Anwender von einer vereinfachten Steuerung sowie einem weitgehend operatorlosen Betrieb profitieren. Hinzu kommen erweiterte und verbesserte Funktionen zur Speicherintegration sowie eine Beschleunigung der Datensicherung. Die neue Betriebssystemversion V9.0 unterstützt alle dafür freigegebenen Server der S- und der SQ-Serie. In Kombination mit dem SQ200 Business Server und dessen Nachfolgesystemen wird erstmals auch die Live-Migration von BS2000-Gastsystemen unterstützt. Das ermögliche eine unterbrechungsfreie Wartung der SQ-Systeme und eine kostensparende Anpassung der Infrastrukturressourcen an den aktuellen Bedarf.

Darüber hinaus sei der neue Net-Storage für die Anwendungen voll kompatibel und eröffne die Möglichkeit, performance-unkritische BS2000-Dateien auf preisgünstige NAS-Speicher mit etwas geringerer Leistung abzulegen. Die Möglichkeiten, mit PAV (Parallel Access Volume) Alias-Plattengeräte zu definieren und so die Plattenein- und -ausgabe zu optimieren, wurden deutlich erweitert und vereinfacht. In Kombination mit der nächsten Version der Storage-Host-Komponente SHC-OSD ist mit BS2000/OSD V9.0 auch die lokale und entfernte Datenspiegelung und die Snap-Funktionalität von Eternus-DX-Plattensystemen komplett in die automatische Speicherverwaltung des BS2000 integriert.

Ebenfalls lieferfähig sind die neuen SQ210 Business Server. Sie sind in der Lage gleichzeitig die drei Betriebssysteme BS2000/OSD, Linux und Windows ablaufen zu lassen und eignen sich unter anderem für Systemkonsolidierungen. Für eine einfache Integration in bestehende Storage Area Networks verfügt der Server über ein SAN-Integration-Package (SIP). Dank der Unterstützung von Fibre Channel (FC) bietet er einen direkten Highspeedanschluss für die Fujitsu-Speichersysteme DX400 S2 sowie DX8700 S2.

Ausgestattet mit x86-Prozessoren der neuen Intel Xeon E7 Serie, umfasst die SQ210-Produktlinie insgesamt 16 Modelle. Dabei bietet der Hersteller seinen Kunden eine Vorkonfiguration im Werk Augsburg sowie optional ein auf den Betrieb des Systems bezogenes „lebenslanges“ Systemmonitoring sowie eine „lebenslange“ Wartung. Kunden können entsprechend ihren Anforderungen aus einer Vielzahl von System-Performance-Levels auswählen – diese beginnen bei 12 RPF (1 Relative Performance Factor entspricht 1,5 Mips). Als Spitzenwert bietet der Server bis zu 1.750 RPF.

Bildquelle: Fujitsu

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