Planorg-Projekt

BI-Lösung am Uniklinikum Schleswig-Holstein

Die Planorg Informatik GmbH hat ihre klinikspezifische Business-Intelligence-Lösung (BI) BI.Healthcare am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) eingeführt.

Der einzige Maximalversorger Schleswig-Holsteins sei damit in der Lage, die Kostenträgerrechnung (KTR) im eigenen Business Warehouse-System (BW) abzubilden und selbständig eine InEK-konforme KTR durchzuführen, so der Anbieter. Die Datentransparenz der BI-Lösung verspricht dem UKSH ein umfassendes fallbezogenes Leistungs- und Kostencontrolling der stationären DRG-Fälle.

Das UKSH zählt zu den größten europäischen Zentren für medizinische Versorgung und deckt an den Standorten Kiel und Lübeck das gesamte Spektrum der Medizin ab. Es vereint rund 70 Kliniken und Institute unter einem Dach. Nach der Charité ist das UKSH das zweitgrößte Universitätsklinikum Deutschlands.

Kostenträgerrechnung

Die Kostenträgerrechnung am UKSH wurde in der Vergangenheit mit Unterstützung eines externen Dienstleisters durchgeführt. Eine Lösung mit Schwachstellen wie u.a. hoher manueller Aufwand in der Datenaufbereitung, hohe jährliche Kosten für die externe Unterstützung, lange Reaktionszeiten, geringe Transparenz der eigentlichen Verrechnung sowie fehlende Verfügbarkeit der KTR-Ergebnisse in einem einheitlichen Datawarehouse-System. "Da die KTR am UKSH ein in den letzten Jahren etabliertes Steuerungsinstrument ist, war die flexible und unabhängige Handhabung bei der jährlichen Erstellung zur InEK-Abgabe von wesentlichem Interesse", erklärt Ulrike Schrabback, Dezernat Strategisches Controlling am UKSH.

Die BI-Lösung für automatisiertes Klinik-Reporting zur Unterstützung des strategischen Krankenhaus-Managements ist über eine Schnittstelle mit dem KIS Orbis und dem SAP ERP verbunden. Die Online-Schnittstelle erlaubt Plausibilitätsprüfungen im Datenübernahme- und Datenaufbereitungsprozess und fasst alle administrativen, medizinischen und betriebswirtschaftlichen Daten des KIS und weiterer Subsysteme in einem zentralen Datenwarehouse zusammen. Sie bildet so die Basis für die Kostenträgerrechnung.

Planorg-Geschäftsführer Dr. Andreas Orth erläutert: "Für die InEK-Teilnahme und zur internen Datenvalidierung haben wir eine automatisierte Datenerstellung, die Datenlieferung sowie eine Klassifizierungsanalyse zum InEK-Fehlerprotokoll integriert. So können nun z.B. fehlende Grunddaten, wie PPR-Minuten in der Pflegedokumentation, identifiziert und automatisiert gemäß den InEK-Regeln vervollständigt werden."

Standard angepasst

Der Standard der Lösung wurde im gemeinsamen Projekt auf die individuellen Anforderungen des UKSH angepasst. Eine Herausforderung stellten dabei die vergleichsweise großen Datenmengen (bis zu 16 Mio. Datensätze in der Aufbereitung der Grunddaten auf Fallebene) sowie die Abbildung der zahlreichen Themenbereiche und Spezifika eines Universitätsklinikums dar.

Nach dem Projektstart im Oktober 2011 erfolgte bereits im Mai 2012 die erste, erfolgreiche InEK-Teilnahme mit dem neu eingeführten System. Dabei stand die Validierung der Daten auf InEK-Konformität im Fokus, so dass es innerhalb kurzer Projektlaufzeit gelungen ist, eine hohe Datenqualität gemäß den InEK-Anforderungen zu erreichen. Anhand der dezidierten Fehlerprotokolle des InEK konnten darüber hinaus Daten und Programm überprüft und systematische Fehler identifiziert und eliminiert werden.

Die Daten des UKSH entsprechen den InEK-Anforderungen und werden selbstständig im hauseigenen Business Warehouse verrechnet und analysiert.

www.uksh.de

www.planorg.de

Bildquelle: Thinkstock / istock

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