Verbesserte Produktionsabläufe dank Big-Data-Analyse
Die gestiegenen wirtschaftlichen Verflechtungen von Ländern und Unternehmen und die damit verbundene Ausdehnung der Märkte bewirken eine Internationalisierung der Lieferstrukturen zum einen und die Produktion in globalen Verbundstrukturen zum anderen. Damit gehen verschiedene Herausforderungen einher. Unternehmen müssen sich auf zeitgenaue Zulieferungen ihrer Partner aus fernen Regionen verlassen können. Aber nicht nur logistische Herausforderungen bergen ein Risiko. Auch im Produktionsumfeld hat sich durch sinkende Margen und steigenden Kostendruck die Wettbewerbssituation verstärkt.
Der hohe Wettbewerb in der Automobilproduktion erfordert ein effizientes Vorgehen schon in den Produktionsplanungen. Die Optimierung der Fertigungsvorgänge ist ebenso unabdingbar und ein Unternehmen sollte alle zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten nutzen, um erfolgreich zu sein. Nur durch das Sammeln von Informationen in Datenbanken und deren zielgerichtete Auswertung ist dies im gesamten Produktionsumfeld möglich.
Für die gewünschten Produktionsoptimierungen kommen computergestützte Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme (PPS) in den Fertigungshallen der Automobilindustrie zum Einsatz. Sie unterstützen bei der operativen Gestaltung des Produktionsprogramms und bei der Realisierung der erforderlichen Produktionsprozesse. Dass trotz hoher Lagerbestände bestimmte Materialien fehlen, soll mit solchen Systemen verhindert werden, genauso wie eine zu hohe Kapitalbindung, zu lange Durchlaufzeiten und problematische Produktqualität. Je mehr und je schneller Daten für die PPS-Systeme herangezogen werden, desto besser arbeiten diese und dementsprechend werden Optimierungen in den Produktionsabläufen möglich. Auch ERP-Systeme zur Planung personeller und finanzieller Ressourcen können in das bestehende PPS-System integriert werden. Durch diese Zusatzfaktoren wird dementsprechend eine noch bessere Softwarelösung und -infrastruktur notwendig.
Bei der Vielzahl an Informationen, die im Produktionsumfeld gesammelt werden, spricht man heutzutage gerne von Big Data. Diese Datenmassen lassen sich zum Vorteil nutzen. Daten aus vorangegangenen Produktionsabläufen, Kundenaufträgen, Material- und Zeitwirtschaft müssen analysiert werden, damit genaue Prognosen getroffen werden, mit denen sich die Optimierung der Produktionsabläufe bewirken lässt. Beispielsweise können so die Stückzahlenplanungen verbessert werden, Materialbewegungs- und Lieferinformationen der Produktionskette lassen sich zurückverfolgen oder die Einführung neuer oder geänderter Teile in die Serienproduktion wird optimiert.
Die Vielzahl an gesammelten Informationen, kann für Big-Data-Analysen genutzt werden und Effizienzvorteile werden durch die Nutzung der Analyse-Ergebnisse für die Berechnungen der PPS-Systeme bewirkt. Damit ist es möglich, den allgemeinen Trend zur Verwertung riesiger Datenmengen durch Datenbankanalysen auch für Produktionsabläufe gewinnbringend einzusetzen.
Je mehr Daten im Produktionsumfeld gesammelt werden, desto präzisere Analysen sind möglich. Die Grundvoraussetzung, um die Vielzahl an Informationen auszuwerten, ist dabei das Datenbank-Management-System. „Je schneller die Datenbank arbeitet, desto höher ist logischerweise die Zeitersparnis bei den Analyseprozessen“, erklärt Sebastian Klenk, Produktmanager der Exasol AG. „Eine Hochleistungsdatenbank muss dafür auf der In-Memory-Technologie basieren.“ Beim In-Memory-Computing werden Daten im sehr schnellen Arbeitsspeicher verarbeitet. Dadurch sind die Rechenvorgänge sehr viel performanter als bei der Verarbeitung der Daten auf der Festplatte.
Selbstverständlich haben sämtliche Maßnahmen durch PPS-Systeme Ressourcenoptimierungen zum Ziel und dienen damit der Entwicklung eines Unternehmens. Entscheidend für erfolgreiches Wachstum ist auch die Software-Infrastruktur. Denn mit Produktionssteigerungen erhöhen sich auch die Datenmengen, die generiert werden. „Wenn das Unternehmen expandiert, ist es unabdingbar, auch bei der Datenbanklösung ein paar Pferdestärken draufzupacken“, sagt Sebastian Klenk. „Unser Datenbank-Management-System Exasolution passt sich beispielsweise den gestiegenen Anforderungen der Unternehmen an.“
Die Effizient der Datenbank ist damit entscheidend für die Optimierung der Produktionsergebnisse, denn die von dem PPS-System an den Fertigungsleitstand gesendeten Aufträge sind in ihrer Präzision abhängig von der Berücksichtigung zahlreicher Informationen, die erst im Datenbanksystem aufbereitet werden müssen. Je performanter die Datenbank, desto genauer und schneller sind die Analyse-Ergebnisse.
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