11.08.2017 Coco-Framework kommt als Open-Source-Projekt

Blockchain-Technologie für Unternehmen

Unternehmen sollen mit dem Coco-Framework aus dem Hause Microsoft von reduzierter technischer Komplexität und höheren Transaktionsgeschwindigkeiten profitieren.

Blockchain-Technologie für Unternehmen: Coco-Framework kommt als Open-Source-Projekt

Blockchain-Technologie für Unternehmen: Coco-Framework kommt als Open-Source-Projekt

Das neue Coco-Framework von Microsoft soll 2018 als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht werden. Das Framework soll den Einsatz von Blockchain-Technologien für Unternehmen vereinfachen.

Während aktuelle Blockchain-Protokolle oftmals komplexe Entwicklungstechniken erfordern, um die operativen und sicherheitsrelevanten Anforderungen von Unternehmen umzusetzen, werde das Coco-Framework die Komplexität beispielsweise durch die Automatisierung von Bereitstellungsprozessen der Infrastruktur sowie die sichere Integration in Bestandssysteme ermöglichen, so Microsoft.

Zudem erfülle es – integriert in ein Blockchain-Netzwerk – die Anforderungen nach hohen Transaktionsgeschwindigkeiten, Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten verteilter Prozesse sowie hoher Sicherheit, insbesondere im Hinblick auf die Vertraulichkeit von Daten. Microsoft will damit eine effiziente Umsetzung von vielfältigen Szenarien der Blockchain-Technologie in Branchen wie dem Finanz- und Gesundheitssektor oder der Logistik und dem Einzelhandel möglich machen.

Unternehmenskunden und Entwickler können sich bereits heute über ein technisches Whitepaper informieren.

Die Kombination aus Algorithmen und Trusted Execution Environments (TEEs) wie den Software Guard Extensions (SGX) von Intel, die eine vertrauenswürdige Umgebung für Applikationen innerhalb und außerhalb von Blockchains schafft, oder dem Windows Virtual Secure Mode (VSM), mit dem Administratoren ihre Systeme vor Pass-the-Hash-Angriffen schützen können, sollen die Bereitstellung von Blockchain im Unternehmen weiter erleichtern.

Als Vorteile des Coco-Frameworks nennt Microsoft:

  • Die Transaktionsgeschwindigkeit ist mit etwa 1.600 Transaktionen pro Sekunde deutlich höher als bei vorhandenen Blockchain-Protokollen.
  • Eine einfache Verwaltung der Datenvertraulichkeit wird ohne Leistungseinbußen ermöglicht.
  • Es ist branchenweit die erste Lösung, mit dem eine Netzordnung („Network Constitution“) in dem verteilten Netzwerk etabliert werden kann. Mit Hilfe eines sogenannten „Distributed Governance“-Modells für Blockchain-Netzwerke können Mitglieder selbst über alle Bedingungen entscheiden, die das Konsortium und das physische Netzwerk regeln.

Intel Sawtooth Lake und JP Morgen Quorum zählen zu den ersten Partnern: Das Coco-Framework ist „by Design“ kompatibel mit allen Ledger-Protokollen und kann in der Cloud oder On-Premises – lokal im Rechenzentrum des Unternehmens – auf jedem Betriebssystem und Hypervisor eingesetzt werden, der ein kompatibles TEE unterstützt. Zu den ersten Partnern, die bestehende Ledger integrieren, gehören R3, Intel Sawtooth Lake und JP Morgan Quorum. Diese Unternehmen werden ihre eigenen Blockchain-Ledger-Plattformen in das Coco-Framework einbinden.


Bildquelle: Thinkstock / iStock

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